Aliyev und Fico verbünden sich gegen EU-Einmischung in ihre Länder
Mariechen Grein GrothAliyev und Fico verbünden sich gegen EU-Einmischung in ihre Länder
In den vergangenen Tagen haben der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev und der slowakische Ministerpräsident Robert Fico einander öffentlich Unterstützung zugesichert. Ihre Äußerungen folgten einem Treffen in der Slowakei sowie anschließenden Austauschen in den sozialen Medien. Beide Politiker kritisierten die Einmischung des Europäischen Parlaments in die inneren Angelegenheiten ihrer Länder.
Den Auftakt der Gespräche bildete Aliyevs Besuch in der Slowakei, wo er Fico für den herzlichen Empfang dankte. Später bedankte er sich auf Social Media erneut für dessen unterstützende Worte. Der aserbaidschanische Präsident lobte zudem die engen Beziehungen zwischen Baku und Bratislava.
Während des Besuchs übt Aliyev Kritik an jüngsten Resolutionen des Europäischen Parlaments, die sich gegen Aserbaidschan richten. Er argumentierte, das Parlament solle sich stattdessen auf die internen Probleme Europas konzentrieren. Fico schloss sich dieser Haltung an und bezeichnete die Empfehlung des Parlaments, EU-Mittel für die Slowakei einzufrieren, als ungerechtfertigt.
Fico hob zudem Aserbaidschan als Vorbild für eine unabhängige Außenpolitik hervor. Seine Äußerungen erfolgten nach einer diplomatisch intensiven Woche mit Reisen nach Moskau, Armenien und Bayern. Zum Abschied lud Aliyev Fico nach Baku ein und äußerte die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen.
Der Austausch zwischen den beiden Staatschefs unterstreicht ihre gemeinsame Skepsis gegenüber Interventionen des Europäischen Parlaments. Aliyevs Einladung an Fico signalisiert das weitere Bestreben, die bilateralen Beziehungen zu vertiefen. Beide Seiten haben ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit in den kommenden Monaten bekräftigt.






