09 May 2026, 04:28

Balzhausen testet revolutionäre "Einspeisesteckdose" für mehr Ökostrom im Netz

Luftaufnahme eines Solarparks mit Solarpanelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Eisenbahnstrecke.

Balzhausen testet revolutionäre "Einspeisesteckdose" für mehr Ökostrom im Netz

Neuer Ansatz zur Netzanbindung wird in Balzhausen getestet

In Balzhausen (Deutschland) erprobt die LEW Verteilnetz GmbH ein innovatives Konzept zur Bewältigung der wachsenden Nachfrage nach Netzkapazitäten: das Projekt „Einspeisesteckdose“. Ziel des Pilotvorhabens ist es, Engpässe durch die intelligente Einbindung von Batteriespeichern zu entschärfen – ohne das Stromnetz zu überlasten.

Die LEW Verteilnetz hat sich verpflichtet, in Balzhausen mehrere Energieprojekte anzubinden, darunter drei Speichersysteme, drei Solarparks und einen Windpark mit einer Gesamtleistung von 126 Megawatt. Trotz begrenzter bestehender Netzkapazität garantiert der Netzbetreiber eine Anschlussleistung von 80 Megawatt.

Funktionsweise des „Einspeisestecker“-Konzepts Das neue Modell ermöglicht es, bis zu 60 Prozent mehr Leistung ins Netz zu integrieren als üblich. Dies gelingt durch die Kombination verschiedener Energietechnologien. Ein zentrales Element ist die netzneutrale Einbindung der Batteriespeicher, die Engpässe vermeidet und gleichzeitig die Effizienz maximiert.

Einer der Projektpartner, das Unternehmen Green Flexibility, errichtet ein 40-Megawatt-Speichersystem mit einer Kapazität von 80 Megawattstunden. Die Inbetriebnahme ist für frühes 2026 geplant; das Unternehmen hat rund 40 Millionen Euro in die Entwicklung investiert.

Zukunftsweisendes Modell mit Vorbildcharakter Barbara Plura, Netzplanerin bei LEW Verteilnetz, lobte den zügigen Projektfortschritt und die reibungslose Zusammenarbeit der Beteiligten. Christoph Lienert, Geschäftsführer von Green Flexibility, bezeichnete das Balzhausener Modell als „Blaupause für den Ausbau von Batteriespeichern in ganz Deutschland“.

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Lösung für ein drängendes Problem Das Pilotprojekt adressiert eine zentrale Herausforderung für Energieprojektierer: Viele Netzbetreiber kämpfen mit einer hohen Nachfrage nach Anschlusskapazitäten, was Solar- und Speicherplanern oft kaum Spielraum lässt. Sollte sich die „Einspeisesteckdose“ bewähren, könnte sie eine skalierbare Lösung bieten, um mehr erneuerbare Energien ins Netz zu integrieren.

Quelle