10 April 2026, 16:27

Barrierefreier Umbau: Diese Kosten und Förderungen müssen Sie kennen

Plakat mit der Aufschrift "Energieeffiziente Heimverbesserungen", das Steuergutschriften für Heimverbesserungen wie Fenster, Türen und Energieaudits auflistet, mit Bildern eines Hauses, einer Couch, einer Lampe, eines Schranks, einer Blume und anderer Gegenstände.

Barrierefreier Umbau: Diese Kosten und Förderungen müssen Sie kennen

Barrierefreie Wohnraumanpassungen gewinnen in Deutschland immer mehr an Bedeutung – insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen. Die Kosten für solche Umbauten können stark variieren: von kleinen Änderungen unter 1.000 Euro bis hin zu umfangreichen Sanierungen, die Zehntausende kosten. Zwar gibt es staatliche Förderungen, doch geplante Änderungen bei den Pflegeleistungen könnten bald Hunderttausende betreffen.

Einfache Maßnahmen wie Haltegriffe schlagen mit 100 bis 250 Euro pro Stück zu Buche. Das Verbreitern von Türen kostet in der Regel zwischen 500 und 1.500 Euro pro Tür. Aufwendigere Arbeiten, etwa der Einbau einer bodengleichen Dusche, liegen zwischen 4.000 und 6.000 Euro, während innere Treppenlifte – je nach Stockwerkzahl – 8.000 bis 15.000 Euro kosten können.

Für diese Umbauten gibt es zwar Zuschüsse, doch die Auflagen sind streng. Anträge müssen vor Baubeginn gestellt werden, inklusive detaillierter Kostenvoranschläge von mindestens drei Handwerksbetrieben. Pro Maßnahme beträgt die maximale Förderung 4.180 Euro, bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt liegt die Obergrenze bei 16.720 Euro. Wer keinen offiziellen Pflegegrad hat, kann dennoch zinsgünstige Kredite beantragen – etwa über das KfW-Programm 159, das bis zu 50.000 Euro abdeckt.

Experten raten, solche Anpassungen so früh wie möglich vorzunehmen, noch bevor schwere Bewegungseinschränkungen auftreten. Ziel ist es, die häusliche Pflege zu verbessern und Heimeinweisungen zu vermeiden. Doch die Regierung unter Friedrich Merz prüft derzeit die Langzeitpflegeleistungen – einschließlich der Zuschüsse – mit dem Ziel, die Ausgaben zu senken.

Aktuell beziehen rund 860.000 Menschen in Deutschland Leistungen der Pflegestufe 1, darunter einen monatlichen Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro sowie Zuschüsse für Barrierefreiheit. Änderungen bei diesen Leistungen könnten ihre Fähigkeit, notwendige Wohnraumanpassungen zu finanzieren, deutlich beeinträchtigen. Die Ergebnisse der Regierungsprüfung werden zeigen, wie es mit der Unterstützung für Betroffene weitergeht.

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