17 March 2026, 12:25

Bayern plant milliardenschweren Microsoft-Deal – ohne Ausschreibung und gegen Kritik

Liniengraph, der den Umsatzwachstum der Vereinigten Staaten und China in Milliarden Dollar auf einem weißen Hintergrund vergleicht.

Bayern plant milliardenschweren Microsoft-Deal – ohne Ausschreibung und gegen Kritik

Bayern will noch vor Jahresende einen milliardenschweren IT-Deal mit Microsoft besiegeln. Der Vertrag, der die Steuerzahler jährlich über 200 Millionen Euro kosten könnte, stößt bei heimischen Tech-Unternehmen auf scharfe Kritik. Gegner werfen der Staatsregierung vor, das Vorhaben ohne Ausschreibungsverfahren vergeben zu haben.

Das auf fünf Jahre angelegte Abkommen sieht vor, dass bayerische Städte und Kommunalverwaltungen Microsoft 365 E5 – inklusive des Dienstes Teams – nutzen werden. Die genauen jährlichen Kosten wurden von offizieller Seite nicht bestätigt, Medienberichte gehen jedoch von einem Volumen von mehr als 200 Millionen Euro aus. Über die gesamte Laufzeit könnte der US-Konzern fast eine Milliarde Euro einnehmen.

Lokale IT- und Open-Source-Firmen lehnen den Deal vehement ab. Sie bemängeln, dass der Verzicht auf eine europaweite Ausschreibung heimische und europäische Anbieter benachteilige. Die Vereinbarung fällt zudem in eine Phase verschärfter Spannungen zwischen europäischen Regulierungsbehörden und US-Techkonzernen – besonders vor dem Hintergrund einer möglichen zweiten Amtszeit von Donald Trump.

Für Microsoft hingegen bedeutet der Vertrag eine lukrative neue Einnahmequelle. Analysten zufolge wird der Deal mögliche jüngere finanzielle Rückschläge mehr als ausgleichen. Die Entscheidung steht im Kontrast zu anderen öffentlichen Einrichtungen wie dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, der kürzlich auf die Open-Source-Plattform OpenDesk umgestiegen ist, um US-Sanktionen zu umgehen.

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Sobald unterzeichnet, wird der Vertrag Bayern stark von Microsofts Software und Dienstleistungen abhängig machen. Die finanzielle Last trägt der Steuerzahler – mit jährlichen Kosten, die sich auf mehrere hundert Millionen Euro belaufen könnten. Die finale Unterzeichnung wird noch vor Jahresende erwartet.

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