BMW setzt auf "Neue Klasse": Elektro-Offensive gegen Chinas Absatzkrise
Aysel MitschkeBMW setzt auf "Neue Klasse": Elektro-Offensive gegen Chinas Absatzkrise
BMW beschleunigt Pläne für Markteinführung seiner „Neuen Klasse“ in China
BMW treibt die Einführung seiner elektrischen Fahrzeuge der Reihe „Neue Klasse“ in China schneller voran. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Absatzzahlen und schrumpfender Margen in der Region. Das erste Modell, der iX3, soll nun bis Ende 2024 in chinesischen Autohäusern verfügbar sein.
Der chinesische Automarkt erlebte 2024 einen deutlichen Einbruch. Im Mai gingen die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent zurück. Dieser Rückgang trifft BMW besonders hart: Die Absätze und die Profitabilität seiner Verbrenner-Modelle leiden spürbar.
Die Wende hin zur E-Mobilität ist unübersehbar. Im Mai 2024 waren unter den zehn meistverkauften Modellen in China ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge oder Plug-in-Hybride vertreten. Rein elektrische Autos halten mittlerweile einen Marktanteil von 42,21 Prozent – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vormonaten. Deutsche und japanische Marken verlieren an Boden, während lokale chinesische Hersteller ihre Dominanz ausbauen.
BMWs Gesamtverkäufe in China und der Asien-Pazifik-Region sind gesunken und überlagern die Zuwächse in Europa und den USA. Das Unternehmen gab kürzlich eine Gewinnwarnung heraus und führte die verschlechterten Rahmenbedingungen in China als Grund an. Trotz der Herausforderungen setzt BMW auf die „Neue Klasse“, um im wachsenden Elektrosegment konkurrenzfähig zu bleiben.
Der iX3 wird als erstes Modell der neuen BMW-Elektrobaureihe in China eingeführt – allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2024. Das Unternehmen hofft, damit die aktuellen Schwierigkeiten in der Region abzumildern. Der Gesamtmarkt bleibt jedoch schwach, ohne Anzeichen für eine baldige Erholung.
