Bundesjugendspiele werden wieder zum echten Wettkampf – Prien setzt auf Leistung
Cathrin BlümelBundesjugendspiele werden wieder zum echten Wettkampf – Prien setzt auf Leistung
Die Bundesjugendspiele kehren im nächsten Schuljahr zu einem echten Wettkampfformat zurück. Bundesbildungsministerin Karin Prien setzt sich für eine stärkere Leistungsorientierung an Schulen ein. Die Kehrtwende folgt auf massive Kritik an einer Reform aus dem Jahr 2023, die die Spiele verspielter und weniger wettbewerbsorientiert gestaltet hatte.
2023 hatten viele Grundschulen eine weniger kompetitive Variante der Bundesjugendspiele eingeführt. Die Änderung löste Proteste von Eltern, Lehrkräften und Sportverbänden in ganz Deutschland aus.
Nun führen die Bildungsminister der Länder für Dritt- und Viertklässler wieder leistungsbezogene Wettbewerbe ein. Schulen werden Ergebnisse in Disziplinen wie Sprints oder Weitsprung erneut bis auf die Sekunde oder den Zentimeter genau messen.
Prien betonte, dass Kinder lernen müssten, mit Misserfolgen und Frustration umzugehen, um Widerstandsfähigkeit zu entwickeln. Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens ergänzte, dass die Förderung künftiger Olympioniken Wettbewerbe an Schulen erfordere. Hessens Bildungsminister Armin Schwarz unterstützte den Schritt und sprach von einer Rückkehr zur Tradition.
Das traditionelle Wettkampfformat bleibt für Schulen freiwillig. Die Entscheidung stellt eine Abkehr von der Reform von 2023 dar und zielt darauf ab, strukturierte Leichtathletik-Wettkämpfe wieder in den Grundschulunterricht zu integrieren.






