Cadolzburg streitet über Wasserversorgung: Stadt betont Sicherheit trotz Warnungen
Hermann KreuselCadolzburg streitet über Wasserversorgung: Stadt betont Sicherheit trotz Warnungen
In Cadolzburg ist eine öffentliche Debatte über die Wasserversorgung entbrannt, nachdem eine lokale Zeitung mögliche Engpässe thematisiert hatte. Die Verantwortlichen der Stadt betonen daraufhin erneut die Sicherheit und Verfügbarkeit von Trinkwasser für alle Bürgerinnen und Bürger. Wasser, Strom und Abwasserentsorgung gelten für sie als lebenswichtige Dienstleistungen, deren Zuverlässigkeit zu jeder Zeit gewährleistet sein muss.
Ausgelöst wurde die Diskussion durch einen Bericht der Fürther Nachrichten, der auf mögliche langfristige Probleme mit der Wasserversorgung hinwies. Daraufhin wiesen die Erste Bürgermeisterin Sarah Höfler und die städtischen Werke Vorwürfe einer akuten Krise zurück und versicherten, die Trinkwasserversorgung bleibe gesichert und ununterbrochen.
Seit Mitte April 2026 überprüft die Kommune unter der Leitung des neuen Werke-Leiters Burkhard Bittner ihre Wasser- und Abwassersysteme. Der Prozess soll sechs bis zwölf Monate dauern, mit dem Ziel, die Anlagen auf modernen Stand zu bringen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Dabei arbeitet man eng mit dem Landratsamt Fürth und dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg zusammen.
Neben der Bestandsaufnahme plant der Eigenbetrieb weitere Projekte zur Stärkung der Infrastruktur. Dazu gehören die Erschließung zusätzlicher Wasserquellen sowie die Anpassung bestehender Brunnen für Löschzwecke und nicht-trinkbare Nutzungen. Bei den Kleingartenanlagen liegt der Fokus auf Vorsorgemaßnahmen zum Schutz des Trinkwassernetzes; hier werden auch vorübergehende Versorgungslösungen entwickelt. Zudem soll die Satzung für die Bürger vereinfacht werden – eine Erhöhung der Gebühren ist nicht vorgesehen.
Die Überprüfung und die geplanten Modernisierungen dienen der langfristigen Absicherung der Cadolburger Wassersysteme. Die Stadt betont, dass die aktuelle Versorgung sicher und ausreichend sei. Die Verantwortlichen bleiben in engem Austausch mit den regionalen Behörden, um Bedenken auszuräumen und notwendige Anpassungen umzusetzen.
