CDU-Politiker Heuer wehrt sich gegen AfD-Absprache-Vorwürfe in Sachsen-Anhalt
Hermann KreuselCDU-Politiker Heuer wehrt sich gegen AfD-Absprache-Vorwürfe in Sachsen-Anhalt
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, zurückgewiesen. Er bezeichnete die Anschuldigungen als Missverständnis und betonte, es habe kein Fehlverhalten gegeben. Ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung, so Heuer, vermittelten einen irreführenden Eindruck ihres Gesprächs.
Zwar räumte er ein, dass die Situation als problematisch wahrgenommen werden könne, wies aber Vorwürfe einer unzulässigen Koordinierung entschieden zurück. Die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall lenke seiner Meinung nach von zentralen Themen wie Deregulierung und Fachkräftemangel ab. Kritiker, so Heuer, übertrieben die Begegnung bewusst, um eine falsche Nähe zwischen ihm und Siegmund zu konstruieren.
Heuer betonte, die CDU müsse die AfD inhaltlich bekämpfen, dabei aber parlamentarische Spielregeln einhalten. Alle Fraktionen könnten CDU-Vorlagen unterstützen, sofern diese mit ihren Positionen übereinstimmten. Wichtig sei nicht die Herkunft einer Mehrheit, sondern die sachliche Richtigkeit der Beschlüsse, erklärte er.
Die AfD bezeichnete er als ein „Dilemma“ – einerseits eine rechtsextreme Partei, andererseits demokratisch gewählt. Dennoch bleibe es Priorität der CDU, die AfD politisch zu stellen, statt sich in persönliche oder verfahrensrechtliche Auseinandersetzungen zu verstricken.
Mit seinen Äußerungen will Heuer seine Position klarstellen und die Debatte zurück auf inhaltliche Themen lenken. Er unterstrich die Notwendigkeit sachlicher Diskussionen statt politischer Profilierung. Die Kontroverse zieht jedoch weiterhin öffentliche Aufmerksamkeit auf sich.






