18 April 2026, 10:23

CSU fordert radikale Apothekenreform: Existenz lokaler Apotheken in Gefahr

Ein Apotheken-Schild mit der Aufschrift "The Generics Pharmacy" in einer städtischen Umgebung mit sichtbaren Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem klaren Himmel.

CSU fordert radikale Apothekenreform: Existenz lokaler Apotheken in Gefahr

Die CSU-Landesgruppe in Bayern fordert umfassende Änderungen der Apothekenregelungen auf Bundesebene. Die Führungskräfte kritisieren, dass die aktuellen Reformpläne die Koalitionsversprechen nicht einlösen und die Existenz lokaler Apotheken gefährden. Zu ihren Forderungen zählen strengere Vorschriften, gerechtere Finanzierung und ein Verbot bestimmter Verkaufspraktiken.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Kritik der CSU an den Reformvorschlägen des Bundesgesundheitsministeriums. Die Landesgruppe wirft den Plänen vor, nicht mit dem Koalitionsvertrag vereinbar zu sein und die sichere Versorgung mit qualitativ hochwertigen Medikamenten nicht ausreichend zu gewährleisten. Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, pocht auf einen verbindlichen Zeitplan für die Finalisierung der Reformen.

Die Gruppe setzt sich zudem dafür ein, dass Apotheken ohne vor Ort anwesende approbierte Apotheker nicht betrieben werden dürfen. Carolina Trautner, Apothekerin und Mitglied im Gesundheitsausschuss, betonte die Bedeutung von Apothekern für fachkundige Beratung und Patientenversorgung. Sie argumentierte, dass ihre Rolle geschützt und ausgebaut werden müsse.

Ein weiterer zentraler Punkt ist das geforderte Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten – eine Regelung, die in mehreren EU-Ländern bereits gilt. Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU, bestand auf gleiche Auflagen für Online- und Präsenzapotheken. Zudem verlangt die Landesgruppe bessere finanzielle Unterstützung, insbesondere für ländliche Apotheken, die mit Finanzierungsengpässen kämpfen.

Auch der Abbau von Bürokratie und die Ausweitung bezahlter präventiver Dienstleistungen durch Apotheken gehören zu den CSU-Vorschlägen. Die Landesgruppe warnte, dass ohne Gegenmaßnahmen viele Apotheken in Bayern schließen müssten.

Mit ihrer Reforminitiative will die CSU die Position der lokalen Apotheken stärken, die Patientenversorgung verbessern und für fairen Wettbewerb sorgen. Sollten die Forderungen umgesetzt werden, wären strengere Kontrollen, höhere Fördermittel und neue Regeln für den Medikamentenverkauf die Folge. Die Bundesregierung hat sich zu den Anforderungen bisher noch nicht geäußert.

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