24 March 2026, 01:14

Deggendorfer Giftmord-Prozess: Frau soll Partner mit Thallium getötet haben

Eine Frau in einem langen Kleid steht neben einem Mann, der auf dem Boden liegt, sein Kopf ruht auf seinen Händen; der Text lautet "Die führende Richterin des Kreisgerichts".

Deggendorfer Giftmord-Prozess: Frau soll Partner mit Thallium getötet haben

53-Jährige aus Deggendorf wegen mutmaßlicher Vergiftung ihres Partners vor Gericht

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Nächsten Dienstag beginnt vor dem Landgericht Deggendorf der Prozess gegen eine 53-jährige Frau aus Deggendorf, die beschuldigt wird, ihren Lebensgefährten mit einem tödlichen Gift getötet zu haben. Die Angeklagte, die die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzt, muss sich wegen Mordes verantworten. Ein Urteil könnte bereits im Mai nach einer sieben Tage dauernden Verhandlung fallen.

Laut Anklage bestellte die Frau im November 2024 Thalliumsulfat – einen hochgiftigen Stoff – bei einem Unternehmen mit Sitz in der Ukraine. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie das Gift im Januar 2025 dem Essen oder Trinken ihres Partners beimischte. Der Mann erkrankte zunächst mit grippeähnlichen Symptomen, fiel dann ins Koma und starb schließlich an multiplem Organversagen.

Die Tochter des Opfers hat sich mittlerweile als Nebenklägerin dem Verfahren angeschlossen. Die Behörden vermuten, dass eine Affäre des Mannes im Jahr 2024 das Motiv für die Tat war.

Im Prozess werden 48 Zeugen und fünf Sachverständige gehört. Das ukrainische Unternehmen, bei dem die Frau das Thalliumsulfat angeblich erworben haben soll, hat sich bisher nicht zu dem Vorwurf geäußert.

Die Verhandlung wird Beweismaterial prüfen, das die Angeklagte mit der Vergiftung in Verbindung bringt. Bei einer Verurteilung droht ihr nach deutschem Recht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Gericht wird sich zudem mit den Umständen des Todes des Opfers und dem mutmaßlichen Tatmotiv befassen.

Quelle