Energiewende beschleunigt: Letzter SuedOstLink-Abschnitt genehmigt und SuedLink-Bau startet
Mariechen Grein GrothEnergiewende beschleunigt: Letzter SuedOstLink-Abschnitt genehmigt und SuedLink-Bau startet
Deutschlands Energiewende macht großen Schritt voran: Letzter Abschnitt des SuedOstLink genehmigt
Die Energiewende in Deutschland hat einen entscheidenden Fortschritt erzielt: Die Bundesnetzagentur hat den letzten Abschnitt der Stromtrasse SuedOstLink freigegeben. Damit ist der Weg frei für die Fertigstellung zweier zentraler Projekte – SuedOstLink und SuedLink –, die ab 2027 Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren sollen.
Der SuedOstLink wird auf einer Länge von 543 Kilometern erneuerbare Energien durch das Land leiten. Zwar gab es Verzögerungen beim Bau, doch mit der letzten regulatorischen Hürde ist nun der Weg für die Vollendung geebnet. Parallel dazu ist der SuedLink, eine weitere entscheidende Gleichstromtrasse, im August in Bayern offiziell in die Bauphase gestartet – nach über einem Jahrzehnt der Planung.
In landwirtschaftlich geprägten Regionen formiert sich jedoch Widerstand gegen den SuedLink, da die Trasse Agrarflächen beeinträchtigt. Rund 130 Kilometer der insgesamt 700 Kilometer langen Strecke verlaufen durch Bayern, wo Grundbesitzer und lokale Initiativen nach weniger invasiven Verlegeverfahren verlangen. Ein Feldversuch bei Landshut zeigte, dass das Kabelpflügen – eine Methode, die eine schnellere Renaturierung des Bodens ermöglicht – in geeignetem Untergrund gut funktioniert. Politiker, Verbände und Eigentümer fordern den Netzbetreiber TenneT auf, diese Technik in Bayern einzusetzen, um Eingriffe zu minimieren und Sperrzeiten zu verkürzen.
Die Genehmigung des letzten SuedOstLink-Abschnitts und der Baubeginn des SuedLink unterstreichen den Fortschritt bei Deutschlands Umstieg auf erneuerbare Energien. Beide Vorhaben sollen bis 2027 das Stromnetz stärken und sicherstellen, dass Windenergie die südlichen Regionen erreicht. Der Einsatz des Kabelpflugs könnte nun helfen, Bedenken wegen der Bodenbelastung in den betroffenen Gebieten zu entschärfen.






