17 March 2026, 16:32

Ex-Bischof Hanke gesteht Finanzskandal mit 60-Millionen-Dollar-Verlusten ein

Gravur eines Mannes in Priestergewand und Hut, beschriftet mit "Albrecht D.", mit einem Wappen im Hintergrund und der Aufschrift "Erzbistum" unten.

"Aufruhr in der Diözese" - Ehemaliger Bischof gibt in Prozess Auskunft - Ex-Bischof Hanke gesteht Finanzskandal mit 60-Millionen-Dollar-Verlusten ein

Der ehemalige Bischof Gregor Maria Hanke hat schwere Versäumnisse bei der Verwaltung der Finanzen des Bistums Eichstätt eingeräumt. Sein Rücktritt erfolgte nach 18 Jahren im Amt, nachdem hochriskante Investitionen und Finanzmissmanagement ans Licht gekommen waren. Im Mittelpunkt des Falls stehen spekulative US-Immobiliengeschäfte in Höhe von 60 Millionen Dollar sowie Korruptionsvorwürfe.

Hanke gab zu, dem Finanzsystem zu sehr vertraut zu haben, obwohl es an angemessener Kontrolle mangelte. Er hatte dem Finanzreferat weitreichende Entscheidungsbefugnisse eingeräumt, wodurch in den Bistumsfinanzen, wie er es nannte, "blinde Flecken" entstanden. Der ehemalige Bischof erklärte zudem, erst nachträglich von den umstrittenen Investitionen erfahren zu haben, und räumte ein, das "Kontrollnetz" sei "zu weitmaschig" gewesen.

Das für Finanzentscheidungen zuständige Aufsichtsgremium habe laut Berichten nicht über das nötige Fachwissen verfügt, um die Investitionen sachgerecht zu bewerten. Hanke beschrieb den Vermögensverwaltungsrat des Bistums als zu stark mit internen Mitgliedern besetzt, was dessen Fähigkeit zur wirksamen Finanzkontrolle geschwächt habe. Nach den bestehenden Richtlinien hätten die hochriskanten Geschäfte niemals genehmigt werden dürfen.

Gegen einen Immobilienentwickler wird nun wegen Untreue und Bestechung ermittelt. Der ehemalige stellvertretende Finanzdirektor des Bistums wiederum steht unter dem Verdacht der Untreue und Bestechlichkeit. Kern des Falls sind die 60 Millionen Dollar, die durch spekulative US-Immobilienprojekte verloren gingen, sowie Vorwürfe unlauterer Finanzgeschäfte.

Hankes Rücktritt folgte der Entdeckung der finanziellen Unregelmäßigkeiten während seiner Amtszeit. Gegen zwei mit den Investitionen in Verbindung stehende Personen laufen nun gerichtliche Verfahren. Bisher wurden als Folge des Skandals keine übergreifenden strukturellen oder rechtlichen Änderungen für die katholische Kirche in Deutschland bekannt.

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