28 March 2026, 16:23

Ex-CSU-Chef Huber attackiert Söder wegen widersprüchlicher Steuerpolitik und Reformblockade

Schwarzes und weißes architektonisches Grundrissbild des ehemaligen deutschen Bundeskanzleramts in der Bundesrepublik Deutschland, das detaillierte Layouts und Text zeigt.

Ex-CSU-Chef Huber attackiert Söder wegen widersprüchlicher Steuerpolitik und Reformblockade

Der frühere CSU-Vorsitzende Erwin Huber hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder öffentlich scharf kritisiert, weil dieser bundesweite Reformen blockiere, gleichzeitig aber rasche Steuersenkungen fordere. Huber hinterfragte die fehlende klare Linie seiner Partei in den Bereichen Steuern, Renten und Gesundheitspolitik. Seine Äußerungen spiegeln die wachsenden Spannungen innerhalb der deutschen Regierungskoalition über wirtschaftliche und soziale Prioritäten wider.

Huber warf Söder vor, eine widersprüchliche Haltung einzunehmen: Einerseits dränge er auf schnellere Reformen, lehne aber gleichzeitig zentrale Vorschläge der Koalitionspartner ab. Er verwies darauf, dass der CSU-Chef enge Fristen für Veränderungen setze, sich jedoch gegen viele der von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgebrachten Maßnahmen stelle. Diese Vorgehensweise, so Huber, erinnere an eine "Doppelte Strategie", bei der die CSU gleichzeitig als Regierungs- und Oppositionskraft agiere.

Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Söders aktuelle Steuerpolitik vor allem auf Entlastungen für Unternehmen, Spitzenverdiener und Erben abzielt – trotz steigender Staatsverschuldung. Anders als Theo Waigel, der als CSU-Finanzminister in den 1990er-Jahren Unternehmenssteuersenkungen mit dem Solidaritätszuschlag und strengen Haushaltsdisziplinen verknüpfte, habe Söder bisher kein umfassendes Steuerkonzept vorgelegt. Huber forderte ihn auf, sich ein Beispiel an Waigels konstruktiver Zusammenarbeit zu nehmen, statt auf politische Konfrontation zu setzen.

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Huber betonte zudem die enormen Herausforderungen, die anstehen – von der Verteidigungspolitik über wirtschaftliche Stabilität bis hin zu Sozialreformen. Angesichts der drängenden Aufgaben der Koalition gebe es "keinen Platz für politische Schaumschlägerei", warnte er. Ohne eine klare CSU-Position in diesen Fragen werde der Stillstand anhalten.

Hubers Eingreifen unterstreicht die tiefen Gräben bei der Frage, wie Reformen finanziert werden sollen, während gleichzeitig Steuern gesenkt werden. Im Mittelpunkt des Streits steht Söders Ablehnung von Vermögenssteuern sowie seine Forderung nach Haushaltseinsparungen, um Entlastungsmaßnahmen zu finanzieren. Da von der CSU bisher kein detaillierter Plan vorliegt, wächst der Druck auf die Koalition, gemeinsame Lösungen zu finden.

Quelle