Familienunternehmen attackieren Koalition: "Wir fühlen uns verraten"
Cathrin BlümelFamilienunternehmen attackieren Koalition: "Wir fühlen uns verraten"
Stiftung Familienunternehmen und Politik kritisiert Bundesregierung scharf zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf angegriffen. Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung, warnte, dass die deutsche Wirtschaft kontinuierlich an Kraft verliere und damit ihre Position als führende Exportnation gefährdet sei.
Die Stiftung vertritt über 600 mittelständische und große Familienunternehmen, von denen viele sich durch die bisherige Politik der Koalition im Stich gelassen fühlen. Kirchdörfer betonte, dass Familienbetriebe und junger Nachwuchs die wichtigsten Zukunftsressourcen Deutschlands seien. Doch die aktuelle Regierungspolitik habe es versäumt, diese Unternehmen zu unterstützen. Statt im Inland zu investieren, seien viele gezwungen, wegen der restriktiven Rahmenbedingungen im Ausland nach Gewinnen zu suchen.
Er unterstrich, dass Bürokratieabbau und die Senkung der Staatsausgaben entscheidend seien, um die Wirtschaft zu beleben und die Perspektiven der nächsten Generation zu sichern. Ohne bessere Rahmenbedingungen drohe das deutsche Wirtschaftsmodell zu scheitern, warnte Kirchdörfer. Zudem verwies er auf größere Herausforderungen: Während die USA die globale Handelsstabilität untergraben, kämpfe Europa mit übermäßiger Bürokratie.
Die Stiftung hatte große Erwartungen an die Koalition, doch diese seien enttäuscht worden. Kirchdörfers Äußerungen spiegeln die wachsende Frustration der Familienunternehmen wider, die sich durch politische Entscheidungen zunehmend an den Rand gedrängt fühlen.
Die Kritik fällt mit dem ersten Jahrestag der Regierungszeit der Koalition zusammen. Familienunternehmen, ein zentraler Pfeiler der deutschen Wirtschaft, sehen sich weiterhin mit Hindernissen im Inland konfrontiert. Ohne Kurskorrekturen in der Politik warnt die Stiftung vor einem weiteren Rückgang der wirtschaftlichen Stärke und des exportgetriebenen Modells Deutschlands.






