23 March 2026, 02:24

Florentina Holzingers Sancta sprengt Opern-Grenzen mit radikaler Performance-Kunst

Plakat für das Théâtre de l'Opéra in Paris mit einer Frau in einem weißen Kleid mit einem blauen Schal, ihre Haare zu einem Dutt gebunden, vor einem tiefblauen Hintergrund mit Sternen und schwarzer Schrift, die 'Theater der Oper' lautet.

Florentina Holzingers Sancta sprengt Opern-Grenzen mit radikaler Performance-Kunst

Ein radikales neues Bühnenwerk kommt im Herbst an die Staatsoper Stuttgart

Sancta, inszeniert von Florentina Holzinger, verbindet Oper, Performance-Kunst und provokante Themen, um traditionelle kirchliche Erzählungen herauszufordern. Die Produktion hat bereits für Aufsehen gesorgt – bei der Premiere kam es trotz deutlicher Warnungen zu mehreren Einsätzen des Rettungsdienstes.

Grundlage des Stücks ist Paul Hindemiths Oper Sancta Susanna von 1922. Holzinger überarbeitet sie mit Elementen der katholischen Liturgie, Nacktheit und extremen körperlichen Akten – darunter Verletzungen und Körperaufhängungen –, um die Wunden Christi widerzuspiegeln. Ihr Ziel ist es, die Rolle der Frau in der christlichen Geschichte neu zu verhandeln und gleichzeitig eine Debatte über gesellschaftlichen Schmerz anzustoßen.

Dirigentin Marit Strindlund beschreibt das Werk als sowohl mitreißend als auch hart. Die ungewöhnlichen Bilder und Arbeitsmethoden zwangen sie, sich auf der Bühne mit besonderer Intensität zu konzentrieren. Sie räumt ein, dass die Aufführung eine andere Energie erfordere als klassische Opernproduktionen.

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Intendant Viktor Schoner unterstützt das Projekt als Teil des Bestrebens der Staatsoper, konventionelle Grenzen zu überschreiten. Holzingers Stil, bekannt aus früheren Werken wie Recovery und Der rote Wal, ist für seinen mutigen, experimentellen Ansatz berühmt. Doch Sancta hebt sich durch die Verschmelzung von Musik, Ritual und konfrontativer Kunst besonders hervor.

Karten für die Vorstellungen am 3., 4. und 5. Oktober sind noch erhältlich. Die Shows am 1. und 2. November sind jedoch bereits ausverkauft.

Sancta wird an fünf Terminen aufgeführt, wobei für die Oktober-Vorstellungen nur noch begrenzte Plätze verfügbar sind. Die Mischung aus Oper, Religionskritik und extremer Performance hat bereits große Aufmerksamkeit erregt. Das Publikum wird gewarnt: Es erwartet ein intensives, kompromissloses Erlebnis.

Quelle