22 March 2026, 18:26

Georg Hackl wettert gegen Deutschlands "Bananenrepublik" und marode Infrastruktur

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Georg Hackl wettert gegen Deutschlands "Bananenrepublik" und marode Infrastruktur

Georg Hackl, ehemaliger Olympiasieger und Rennrodel-Trainer, kritisiert scharf Deutschlands Umgang mit Infrastrukturprojekten

Der dreifache Olympiachampion im Rennrodeln und ehemalige Bundestrainer Georg Hackl hat Deutschland als "Bananenrepublik" bezeichnet, weil das Land es nicht schafft, dringend benötigte Bauvorhaben umzusetzen, während andere Nationen zügig vorankommen. Seine Kritik kommt nach Jahren der Verzögerungen bei Sportstätten und Verkehrsprojekten in Deutschland.

Hackl verwies auf den eklatanten Unterschied zwischen der deutschen Schlepperei und dem Tempo Italiens: Für die Winterspiele 2026 in Cortina d'Ampezzo entstand dort eine neue Rennrodelbahn in weniger als 18 Monaten – dank vorgefertigter Betonelemente und beschleunigter Genehmigungsverfahren. In Deutschland hingegen zog sich etwa die Sanierung der Rennsteig-Bobbahn über drei Jahre hin, verzögert durch Klagen und bürokratische Hürden.

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Besonders ärgerlich sei für ihn die Situation am Königssee nahe seinem Wohnort, wo die Rennrodelbahn seit Jahren nach Überschwemmungen unbenutzbar ist. Weitere Beispiele für die Planungsmisere sind Stuttgart 21, der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und die Dresdner Carolabrücke. Hackl monierte, dass es in Deutschland – anders als in Italien oder Österreichs Innsbruck – an politischer Führungsstärke fehle, um zügig Entscheidungen zu treffen.

Seine Wut richtete sich auch gegen die aktuelle Regierung unter Friedrich Merz sowie die Vorgängerregierungen von Olaf Scholz und Angela Merkel. Ausländische Trainer sollen Deutschlands Probleme bereits offen verlacht haben. Bei den letzten Winterspielen landete die deutsche Mannschaft mit 26 Medaillen nur auf Platz fünf im Medaillenspiegel – ein weiteres Zeichen für die Folgen der Infrastrukturdefizite.

Hackls Äußerungen unterstreichen die seit Langem bekannten Probleme bei der deutschen Infrastrukturplanung. Während Bürokratie und juristische Auseinandersetzungen Projekte hierzulande blockieren, setzen andere Länder auf schnelle Genehmigungen und bauen entscheidende Anlagen – ein Wettbewerbsnachteil, der zunehmend Sorgen über Deutschlands internationale Standortfähigkeit schürt.

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