Gericht macht Google für KI-generierte Falschinformationen haftbar
Hermann KreuselGericht macht Google für KI-generierte Falschinformationen haftbar
Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass Google für die Inhalte seiner KI-generierten Suchzusammenfassungen verantwortlich ist. Das Urteil folgt auf einen Zivilprozess, in dem zwei Münchner Unternehmen den Tech-Konzern wegen übler Nachrede verklagten – ausgelöst durch falsche Informationen, die von Googles großem Sprachmodell produziert worden waren.
Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Vorwürfe, wonach die KI-Zusammenfassungen von Google unwahre und geschäftsschädigende Aussagen über die beiden Firmen enthielten. Die Richter urteilten, dass das Unternehmen KI-generierte Texte rechtlich so behandeln muss, als wären sie von einem menschlichen Mitarbeiter verfasst. Damit kann Google für Fehler oder ehrenrührige Inhalte in seinen Suchergebnissen haftbar gemacht werden.
Google hatte argumentiert, für die Zusammenfassungen nicht verantwortlich zu sein, da diese automatisch erzeugt würden. Das Gericht wies diese Verteidigung jedoch zurück. Das Urteil könnte Präzedenzfall für ähnliche Fälle werden, auch wenn Google die Möglichkeit hat, in Berufung zu gehen.
Scheitert die Berufung, könnte Google die Bereitstellung von KI-Zusammenfassungen für Suchanfragen in Deutschland einstellen. Der Fall unterstreicht die rechtlichen Risiken KI-generierter Inhalte für Unternehmen, die solche Systeme betreiben. Betreiber eigener KI-Agenten in Deutschland müssen nun die Konsequenzen dieses Urteils bedenken.






