Gericht stoppt vorläufige Tötung von Bärin JJ4 nach Protesten und Debatten
Cathrin BlümelGericht stoppt vorläufige Tötung von Bärin JJ4 nach Protesten und Debatten
Ein Gericht hat die Anordnung zur Tötung von Bärin JJ4, auch bekannt als Gaia, vorläufig ausgesetzt. Die Entscheidung fällt nach einer Protestkundgebung mit Hunderten Teilnehmern vor dem Tierheim Casteller für Tierschutz. Die Demonstranten forderten die Freilassung des Tieres nach dem jüngsten Angriff auf einen Jogger.
JJ4 hatte Anfang April einen Jogger angegriffen und getötet. Die Behörden hatten daraufhin ihre Tötung angeordnet, doch das Gericht verschob die Entscheidung bis zu einer Anhörung am 11. Mai. Die Protestierenden hielten Schilder mit Parolen wie „Bären sind die Opfer der Provinzregierung“ hoch.
Die Bärin war nach dem Vorfall gefangen und von ihren drei Jungtieren getrennt worden. JJ4 ist die Schwester von Bruno, dem sogenannten „Problembären“, der 2006 in Bayern erschossen wurde.
Durch die gerichtliche Aussetzung bleibt JJ4 zumindest bis zum Verhandlungstermin am Leben. Ihr weiteres Schicksal hängt nun von der rechtlichen Entscheidung ab. Der Fall hat bundesweit große öffentliche Aufmerksamkeit und Debatten ausgelöst.






