Guadalajara-Filmfestival endet mit chilenischem Triumph und internationalen Ehrungen
Cathrin BlümelGuadalajara-Filmfestival endet mit chilenischem Triumph und internationalen Ehrungen
Das 41. Filmfestival von Guadalajara geht nach neun Tagen voller Vorführungen, Preise und Branchenveranstaltungen zu Ende
Vom 17. bis 25. April ehrte das Festival herausragende Filme, Filmschaffende und Schauspieler:innen aus ganz Iberoamerika und darüber hinaus. In diesem Jahr stand Chile als Ehrengastland im Mittelpunkt und entsandte fast 100 Delegierte zum Event.
Juan Pablo Sallatos Roter Hangar dominierte den iberoamerikanischen Wettbewerb und gewann in jeder Kategorie seines Programmstrangs. Hauptdarsteller Nicolás Zárate teilte sich zudem den Preis für die beste schauspielerische Leistung mit María Magdalena Sanizo, die in Die Tochter des Kondors zu sehen war. Unterdessen sicherte sich Querida Fátima im Premio-Mezcal-Bereich gleich drei Hauptpreise: Bester Film, Beste Regie und den Publikumspreis. Der Dokumentarfilm begleitet Lorena Gutiérrez, die Mutter von Fátima, auf ihrem Weg, als sie sich an Präsidentin Claudia Sheinbaum mit der Bitte um Gerechtigkeit wendet.
Die chilenische Präsenz war stark spürbar, angeführt von den Regisseuren Pablo und Juan de Dios Larraín, die die Delegation leiteten. Sie hielten einen Meisterkurs ab, moderiert von Franciscos Ramos von Netflix, in dem sie über ihre Karrieren und kreativen Prozesse sprachen. Das Festival würdigte zudem Branchenpersönlichkeiten wie Elena Vilardell, die für ihre Arbeit bei der Förderung der iberoamerikanischen Filmzusammenarbeit ausgezeichnet wurde.
Auf internationaler Ebene erhielt Darren Aronofsky eine Sonderhommage für sein Lebenswerk. In einem Meisterkurs gab er Einblicke in die Entstehung seiner Filme wie The Wrestler, The Whale und Black Swan und teilte persönliche Anekdoten und Ratschläge.
Mit der Feier herausragender Filme, Leistungen und Branchengrößen ging das Festival zu Ende. Preisträger wie Roter Hangar und Querida Fátima unterstrichen die Stärke des iberoamerikanischen Erzählkinos, während die Ehrungen für Aronofsky und Vilardell den globalen und kooperativen Geist der Veranstaltung betonten. Diese Ausgabe festigte Guadalajaras Rolle als wichtige Plattform für den lateinamerikanischen Film.






