Gundremmingen verliert seine ikonischen Kühltürme – ein Symbol des Atomausstiegs verschwindet
Mariechen Grein GrothKühlhaustürme des ehemaligen Kernkraftwerks Gundremmingen in Bayern gesprengt - Gundremmingen verliert seine ikonischen Kühltürme – ein Symbol des Atomausstiegs verschwindet
Die Kühltürme des ehemaligen Kernkraftwerks Gundremmingen sind abgerissen worden. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein im Rückbau des Standorts. Jahrzehntelang gehörte das Kraftwerk zu den größten Atomanlagen Deutschlands und spielte eine zentrale Rolle in der bayerischen Energieversorgung.
Der Standort Gundremmingen ging 1966 mit Block A ans Netz – dem ersten großen Kernreaktor des Landes. Block B folgte, wurde jedoch 2017 abgeschaltet. Block C, die letzte aktive Einheit, stellte 2021 endgültig die Stromproduktion ein.
Die drei Kühltürme, die zwischen 1977 und 1980 errichtet wurden, wiesen jeweils einen Durchmesser von fast 129 Metern an der Oberkante auf. Seit 1984 erzeugte die Anlage jährlich rund 20 Milliarden Kilowattstunden Strom – etwa ein Viertel des bayerischen Gesamtbedarfs. Diese Produktionszahlen nannte der Betreiber RWE.
Da alle Reaktoren nun stillgelegt sind, leitet der Abriss der Türme die nächste Phase des Rückbaus ein. Mit der Beseitigung der markanten Bauwerke rückt die vollständige Stilllegung des Kraftwerks näher. Gundremmingen deckte einst einen erheblichen Teil des bayerischen Strombedarfs. Seine Abschaltung steht für den anhaltenden Atomausstieg Deutschlands.






