Harry Kanes Elfmeter-Serie beim FC Bayern endet mit überraschendem Patzer
Cathrin BlümelHarry Kanes Elfmeter-Serie beim FC Bayern endet mit überraschendem Patzer
Harry Kanes fast makellose Elfmeter-Bilanz beim FC Bayern fand im DFB-Pokal ein überraschendes Ende. Der englische Stürmer, der zuvor 27 von 28 Strafstößen für den Verein verwandelt hatte, sah sich mit einem von Wehen Wiesbadens Florian Stritzel parierten Schuss konfrontiert. Es war das erste Mal, dass ein Torhüter einen von Kane in Bayern-Trikot geschossenen Elfmeter halten konnte.
Vor dem Spiel wies Kane eine Erfolgsquote von über 90 Prozent bei Elfmetern auf. Sein erster Versuch gegen Wehen Wiesbaden war noch perfekt – Stritzel selbst bezeichnete ihn später als den idealen Elfmeter. Doch der zweite Versuch verlief anders.
Stritzel hatte sich vorbereitet. Mit Rat von José Mourinho im Hinterkopf analysierte er Kanes Technik und entschied sich, früh in die Ecke zu hechten. Die Taktik ging auf: Kanes zweiter Schuss fehlte die gewohnte Präzision, und Stritzels schnelle Reaktion brachte den Ball zur Seite.
Damit wurde Stritzel zum einzigen Torwart, der Kane einen Elfmeter in Bayern-Diensten vereitelte. Für Kane war es ein seltener Fehlschuss in einer ansonsten glänzenden Serie – sein einziger anderer vergebener Versuch für den Verein datierte aus demselben Spiel, nur Momente zuvor.
Trotzdem bleibt Kanes Elfmeter-Statistik beeindruckend: Nur ein Fehlschuss bei 28 Versuchen für Bayern. Doch Stritzels Doppelerfolg bewies, dass selbst die zuverlässigsten Schützen ausgetrickst werden können. Angesichts Kanes Konstanz könnte es lange dauern, bis ein weiterer Torhüter dies wiederholt.






