Hensoldt wächst kräftig und setzt auf Drohnen-Partnerschaft mit AVILUS
Aysel MitschkeHensoldt wächst kräftig und setzt auf Drohnen-Partnerschaft mit AVILUS
Der Rüstungs- und Sensortechnik-Konzern Hensoldt verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz des Unternehmens stieg um über 11 Prozent auf 944 Millionen Euro, während sich der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 7,07 Milliarden Euro belief. Gleichzeitig zielt eine neue Partnerschaft mit dem Drohnen-Spezialisten AVILUS darauf ab, die Kompetenzen im Bereich unbemannter Luftfahrtsysteme auszubauen.
Die Finanzkennzahlen von Hensoldt für die ersten sechs Monate 2025 zeigen deutliche Fortschritte: Der Auftragseingang kletterte auf 1,405 Milliarden Euro – ein Anstieg gegenüber früheren Perioden. Auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) legte zu und erreichte 107 Millionen Euro.
Das Unternehmen erhielt zudem die Genehmigung der Luftfahrtbehörde (FAA), Drohnen im zivilen Luftraum zu betreiben. Diese Zulassung ebnet den Weg für Anwendungen über den militärischen Bereich hinaus, etwa in der Katastrophenhilfe, Grenzüberwachung, Infrastrukturinspektion und kommerziellen Dienstleistungen.
In einem weiteren Schritt kündigte Hensoldt an, bis 2027 eine Milliarde Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten zu investieren. Dies folgt auf die Zusage der deutschen Bundesregierung, weitere Rüstungsaufträge im Volumen von 7,5 Milliarden Euro zu vergeben – ein Potenzial für das künftige Wachstum des Unternehmens.
Die Zusammenarbeit mit AVILUS konzentriert sich auf die Entwicklung fortschrittlicher Drohnentechnologien. Sowohl der militärische als auch der zivile Sektor sollen von den neuen Lösungen profitieren.
Mit steigenden Umsätzen, einem Rekord-Auftragsbestand und neuen regulatorischen Freigaben positioniert sich Hensoldt für eine weitere Expansion. Die Partnerschaft mit AVILUS und die geplanten Investitionen deuten auf eine offensive Strategie in den Bereichen Verteidigungs- und Kommerzdrohnen hin. Das Wachstum des Unternehmens fällt dabei mit den erhöhten Staatsausgaben für die Modernisierung der Streitkräfte zusammen.






