10 May 2026, 06:25

Hubig will Femizide als Mord bestrafen – Reform des Strafrechts geplant

Gruppe von Menschen, die in einem Gerichtssaal sitzen, mit einem Mann in Anzug und zwei leger gekleideten Frauen, die nebeneinander sitzen und nach vorne schauen.

Hubig will Femizide als Mord bestrafen – Reform des Strafrechts geplant

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig schlägt Reform des Strafgesetzbuchs vor, um frauenfeindliche Tötungsdelikte härter zu bestrafen

Die Justizministerin will erreichen, dass Morde, die aufgrund des Geschlechts des Opfers verübt werden, stets als Mord und nicht als Totschlag gewertet werden. Aktuell führen rechtliche Grauzonen dazu, dass einige Täter milder bestraft werden.

Nach geltendem Recht können Tötungen aus Besitzansprüchen bereits als Mord verfolgt werden. Doch nicht alle geschlechtsspezifischen Verbrechen werden gleich behandelt – mit der Folge, dass manche Täter nur wegen Totschlags verurteilt werden. Dieser Unterschied ist entscheidend: Während Totschlag kürzere Haftstrafen mit Aussicht auf vorzeitige Entlassung nach sich zieht, kann Mord mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet werden.

Hubigs Vorschlag zielt darauf ab, den Mordparagraphen um explizit geschlechterbezogene Tatmotive zu erweitern. Wird die Reform verabschiedet, könnten Täter, die ein Opfer allein wegen dessen Frausein töten, künftig wegen Mordes angeklagt werden. Die Bundesregierung argumentiert, dass diese Anpassung rechtliche Schlupflöcher schließt und Femizide konsequenter ahndet.

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Die geplante Gesetzesänderung folgt auf Kritik, dass das aktuelle Recht das Geschlecht des Opfers nicht durchgehend als entscheidenden Faktor in solchen Verbrechen anerkennt. Durch eine präzisere Definition sollen gewalttätige Handlungen, die auf Frauenhass beruhen, mit der gebotenen Härte bestraft werden.

Die Reform würde das Rechtssystem enger an die Realität geschlechtsspezifischer Gewalt anpassen. Bei einer Verabschiedung entfiele die bisherige Unschärfe in der Strafverfolgung, und Tötungen aus geschlechterfeindlichen Motiven würden automatisch als Mord eingestuft. Dies könnte zu höheren Strafen für Täter und einem besseren Schutz für potenzielle Opfer führen.

Quelle