29 March 2026, 16:29

Jagd in Deutschland: Warum Millionen Tiere sterben – und wer profitiert

Ein Buchumschlag mit Illustrationen von Wildtieren wie einem Reh und einem Kaninchen, mit Text auf dem Papier.

Jagd in Deutschland: Warum Millionen Tiere sterben – und wer profitiert

Die Jagd in Deutschland bleibt ein umstrittenes Thema – jedes Jahr werden über fünf Millionen Wildtiere von Jägern getötet. Schätzungen zufolge sterben zudem rund 200.000 Katzen und unzählige Hunde im Zusammenhang mit der Jagd. Kritiker werfen vor, dass viele dieser Tötungen aus Freude am Töten oder unter dem Vorwand einer "Naturverbundenheit" erfolgen.

Jägerverbände wie der Deutsche Jagdverband (DJV) haben in den vergangenen fünf Jahren verschiedene Maßnahmen zum Artenschutz vorgestellt. Dazu gehören die Regulierung von Tierbeständen, die Verbesserung von Lebensräumen, die Überwachung von Wildtieren sowie die Einbindung von Wölfen in das Jagdrecht, um Nutztiere zu schützen. Zudem wurden die Datenerfassung zu invasiven Arten und der Klimaschutz priorisiert.

Laut Bundesjagdgesetz dürfen bestimmte Arten wie Wölfe ab dem 1. Juli 2026 in festgelegten Zeiträumen legal bejagt werden. Andere Tiere – etwa Elche, Wildkatzen, Luchse, Gämsen und Baummarder – stehen jedoch ganzjährig unter strengem Schutz. Trotz dieser Regelungen steht etwa die Jagdmesse in Neuburg in der Kritik, weil sie die gewaltsame Behandlung von Wildtieren verharmlose. Proteste bei solchen Veranstaltungen belasten zudem oft Hunde und Wildvögel zusätzlich.

Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an der Jagd und verweist auf wissenschaftliche Studien, die belegen, dass sich Tierpopulationen auch ohne menschliches Eingreifen selbst regulieren können. Die Organisation argumentiert, dass die Jagd soziale Strukturen in Tiergruppen zerstört und häufig im Widerspruch zu Naturschutzzielen steht. Zudem prangert PETA die Rolle des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger an, der die Jagd aktiv fördert. Jagdunfälle unterstreichen zudem die Risiken dieser Praxis.

Veranstalter rechtfertigen die Jagd mit ihrem Beitrag zum Artenschutz und der Erhaltung kulturhistorischer Landschaften. Gegner hingegen bezweifeln, ob diese Begründungen die Schäden für Wild- und Haustiere aufwiegen.

Die Debatte um die Jagd in Deutschland hält an: Jahr für Jahr sterben Millionen Tiere – geregelt durch Gesetze, die Tradition und Naturschutz in Einklang bringen sollen. Während Jäger ihre Praktiken als ökologisch notwendig verteidigen, betonen Kritiker wie PETA, dass sich Tierbestände von selbst regulieren und tödliche Eingriffe überflüssig machen. Der Konflikt spiegelt die größeren Spannungen zwischen kulturellem Erbe und ethischen Fragen im Umgang mit Wildtieren wider.

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