Nach 340 Jahren schließt Croner Precision Moulds seine Tore für immer
Mariechen Grein GrothNach 340 Jahren schließt Croner Precision Moulds seine Tore für immer
Croner Precision Moulds, ein traditionsreiches Metallverarbeitungsunternehmen in Mittelfranken, wird bis 2026 seine Tore schließen. Das Unternehmen kündigte an, ab Anfang 2025 eine geordnete Schließung einzuleiten – und setzt damit nach 340 Jahren einem Familienbetrieb in der Branche ein Ende. Finanzielle Schwierigkeiten und der globale Wettbewerb zwangen die Inhaber zu dieser schmerzhaften Entscheidung.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1685 zurück, als Paul Croner den Meisterbrief als Schmied erwarb. Über die Jahrhunderte spezialisierte sich die Familie auf die Metallverarbeitung und passte sich stets neuen Industrien an. 1988 gründete Siegfried Croner die Croner Formen- und Vorrichtungsbau GmbH, die sich auf Präzisionsformen und -vorrichtungen für Branchen wie Automobilbau, Medizintechnik und Kosmetik konzentrierte.
Seine Söhne Matthias und Wolfgang übernahmen 1996 die Geschäftsführung und benannten das Unternehmen in Croner Precision Moulds GmbH um. Das Unternehmen erwarb sich einen Ruf für hochwertige, spezialisierte Fertigung. Doch in den letzten Monaten verschärfte sich die finanzielle Lage dramatisch.
Eine Umstrukturierung scheiterte an der Nischenausrichtung des Betriebs. Zunehmender Wettbewerb, insbesondere durch günstige Importe aus Asien, machte die Aufrechterhaltung der Produktion immer schwieriger. Trotz seiner Expertise konnte das Unternehmen weder preislich noch in puncto Skaleneffekte mithalten.
Die Schließung bedeutet das Ende einer der ältesten Metallverarbeitungsdynastien Deutschlands. Die Produktion wird 2025 schrittweise eingestellt, bis 2026 alle Aktivitäten enden. Die Entscheidung spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen spezialisierte Hersteller in einem globalisierten Markt stehen.






