Neuer Deloitte-Index zeigt: Die Weltwirtschaft spaltet sich in vier Machtblöcke
Mariechen Grein GrothNeuer Deloitte-Index zeigt: Die Weltwirtschaft spaltet sich in vier Machtblöcke
Deloitte-Geowirtschaftlicher-Dynamik-Index vor der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt
Der neu veröffentlichte Deloitte Geoeconomic Dynamics Index analysiert die wirtschaftlichen und geopolitischen Verflechtungen zwischen 249 Ländern und Regionen. Dafür wurden 59 Millionen Datenpunkte zu 35 Indikatoren ausgewertet.
Die globale wirtschaftliche und geopolitische Interdependenz nimmt seit vier Jahren ab. Die Studie identifiziert vier große Blöcke, die derzeit die internationalen Beziehungen prägen: Europa, Nordamerika/Pazifik, Russland/Naher Osten sowie die Schwellenmärkte.
Europa hat seine Bindungen zu westlichen Partnern gestärkt, während es sich von anderen Regionen distanziert. Gleichzeitig vertieft es die Beziehungen zu bestimmten BRICS-Staaten – vor allem zu denen, die starkes Wachstum oder wichtige Rohstoffe bieten.
Der Index prognostiziert deutliche Verschiebungen im Welthandel: Bis 2035 werden sechs der zehn wichtigsten Exportziele Europas in Asien liegen. Japan verzeichnet dabei das stärkste Wachstum bei europäischen Exporten mit einem jährlichen Plus von 4,1 %.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass Asien die zentrale Region für Europas künftiges Exportwachstum ist. Sechs der zehn am schnellsten wachsenden Absatzmärkte für europäische Waren befinden sich bereits dort. Der Bericht zeigt: Die globale Handels- und Bündnislandschaft befindet sich im Umbruch.
