Nürnberger Gericht verurteilt Ehepaar wegen jahrelangem Lohn- und Sozialbetrug
Aysel MitschkeNürnberger Gericht verurteilt Ehepaar wegen jahrelangem Lohn- und Sozialbetrug
Ein Nürnberger Amtsgericht hat ein Ehepaar aus Mittelfranken wegen Lohnbetrugs und Sozialversicherungsbetrugs zu einer Geldstrafe von insgesamt 109.000 Euro verurteilt. Die Strafen folgen auf wiederholte Verstöße, die sich über fast drei Jahre erstreckten und 29 Mitarbeiter betrafen. Beide Angeklagten gestanden die Vorwürfe über ihre Rechtsvertreter ein.
Das Paar betrieb ein Unternehmen, in dem es versäumte, alle Beschäftigten bei den Sozialversicherungsträgern anzumelden. Nur 15 der 29 Arbeiter waren offiziell gemeldet, während Löhne oft „schwarz“ ausgezahlt wurden. Zudem reichten sie falsche Lohnangaben ein, um die fälligen Abgaben zu umgehen.
Über einen Zeitraum von nahezu drei Jahren begingen die beiden 53 einzelne Straftaten. Selbst nach einem Neuanfang im Pflegebereich setzten sie die Vorenthaltung von Sozialabgaben fort. Das Gericht sprach sie sowohl der Untreue als auch der systematischen Hinterziehung schuldig.
Der Ehemann erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 400 Tagessätzen zu je 25 Euro, was insgesamt 10.000 Euro ergibt. Seine Frau wurde deutlich härter bestraft: 600 Tagessätze zu je 165 Euro, insgesamt 99.000 Euro. Die Urteile sind nun rechtskräftig.
Mit den Strafen ist der Fall abgeschlossen, und das Ehepaar muss die finanziellen Konsequenzen seines Handelns tragen. Die Sozialversicherungsträger werden die Zahlungen nun eintreiben, um die Einhaltung der Arbeitsgesetze sicherzustellen. Das Urteil bildet den offiziellen Schlussstrich unter die langwierigen Ermittlungen.






