Oktoberfest 2023: Weniger Besucher, mehr Straftaten – doch die Wirte bleiben zufrieden
Cathrin Blümel4.2 Millionen Menschen besuchen das Cannstatter Volksfest - Oktoberfest 2023: Weniger Besucher, mehr Straftaten – doch die Wirte bleiben zufrieden
Oktoberfest 2023 endet mit leicht rückläufigen Besucherzahlen
Das Oktoberfest 2023 ging mit etwas weniger Besuchern als in den Vorjahren zu Ende. Rund 4,2 Millionen Menschen strömten auf das größte Volksfest der Welt – ein Rückgang gegenüber den 4,6 Millionen im Jahr 2022. Die Veranstalter führten den Besucherrückgang vor allem auf das schlechte Wetter zurück.
Doch nicht nur die Besucherzahlen bereiteten den Organisatoren Sorgen. Die Polizei verzeichnete einen Anstieg der Straftaten um 20 Prozent im Vergleich zu 2023, wobei die Werte jedoch unter denen von 2022 blieben. Während die Zahl der Angriffe auf Beamte stieg, gingen Diebstähle und Sachbeschädigungen zurück.
An einem Feiertag kam es zudem zu Überfüllung, sodass die Behörden die Eingänge vorübergehend schließen mussten. Unterdessen bearbeitete die „Wiesn-Hotline“ rund 250 Fälle, davon ein Fünftel mit schweren Vorfällen wie sexualisierter Gewalt oder dem Einsatz von K.-o.-Tropfen.
Trotz dieser Herausforderungen zeigten sich Wirte und Schausteller zufrieden. Ihre Einnahmen erreichten das Niveau des Vorjahres, sodass die Geschäfte stabil blieben. Andreas Kroll, Geschäftsführer des Münchner Veranstalters, führte die geringere Besucherzahl auf das ungünstige Wetter und nicht auf Sicherheitsbedenken zurück.
Das nächste Oktoberfest findet vom 17. September bis zum 3. Oktober 2024 statt. Obwohl die Besucherzahlen leicht sanken, werteten Veranstalter und Händler die Veranstaltung als Erfolg. Die Polizei wird vor der Ausgabe 2024 voraussichtlich die Sicherheitsmaßnahmen überprüfen.






