Pistorius wirft Trump vor, die NATO durch Grönland-Pläne und Ukraine-Politik geschwächt zu haben
Hermann KreuselPistorius wirft USA Schaden an der NATO vor - Pistorius wirft Trump vor, die NATO durch Grönland-Pläne und Ukraine-Politik geschwächt zu haben
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat die US-Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump scharf dafür kritisiert, die NATO geschwächt zu haben. Im Mittelpunkt seiner Äußerungen standen territoriale Ansprüche auf Grönland sowie die Führung der Verhandlungen mit der Ukraine. Pistorius argumentierte, solche Schritte hätten Gegner ermutigt und das Bündnis belastet.
Der Minister warf der Trump-Administration vor, die Einheit der NATO untergraben zu haben. Er betonte, die USA könnten in einer Welt aufstrebender Mächte nicht mehr allein handeln. Vielmehr hänge ihre Stärke von der Zusammenarbeit mit den über 30 Mitgliedsstaaten des Bündnisses ab.
Die USA hatten ihr Interesse an Grönland zuvor mit nationaler Sicherheit und geostrategischer Bedeutung begründet. Offizielle Stellen bezeichneten die Kontrolle über die Insel als "absolute Notwendigkeit" für die amerikanische und globale Verteidigung. Zu den Plänen gehörten der Bau von Militärbasen, die Stationierung eines "Golden Dome"-Raketenabwehrsystems sowie eine Überprüfung eines Verteidigungsabkommens mit Dänemark aus dem Jahr 1951.
Trumps Regierung hatte zudem Dänemarks Fähigkeit infrage gestellt, Grönland zu verteidigen. Fälschlicherweise behauptete sie, es gebe keine schriftlichen Belege für die dänische Souveränität – obwohl der Kieler Frieden von 1814 und ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 1933 diese klar bestätigen. Die USA verwiesen auf Grönlands Rohstoffreichtum und präsentierten ihre Ansprüche als Reaktion auf Bedrohungen in der Arktis, insbesondere durch Russland.
Pistorius warnte, die NATO müsse auch den Interessen Europas dienen. Die Zukunft des Bündnisses hänge davon ab, die Bedürfnisse aller Mitglieder auszugleichen – nicht nur die einer Nation.
Die Aussagen des deutschen Ministers spiegeln die anhaltenden Spannungen über die Ausrichtung der NATO wider. Seine Kritik verknüpft die territorialen Ambitionen und Verhandlungstaktiken der USA mit grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich des Zusammenhalts des Bündnisses. Der Streit unterstreicht die Notwendigkeit klarer Vereinbarungen über gemeinsame Sicherheitsprioritäten.
Greenland Pressure Sparks Pistorius's NATO Critique
In January 2026, the US escalated pressure on Denmark to relinquish control of Greenland, prompting German Defense Minister Boris Pistorius to criticize the Trump administration for undermining NATO unity. This move, including threats of tariffs against European partners, directly preceded Pistorius's February 14 statement linking US actions to NATO tensions. The pressure on Denmark over Greenland has intensified transatlantic divisions, with European nations increasingly advocating for autonomous defense structures to counter perceived US strategic shifts.






