17 June 2026, 16:13

Pro Bahn attackiert MVG-Fahrpläne 2026/2027 als "kontraproduktiv"

Verkehrsbündnis kritisiert Pläne zur Streckenkürzung und fordert Ausbau des ÖPNV in München

Pro Bahn attackiert MVG-Fahrpläne 2026/2027 als "kontraproduktiv"

Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert geplante Fahrplanänderungen der MVG für 2026/2027

Die Fahrgastrechteorganisation Pro Bahn hat die von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) vorgeschlagenen Fahrplananpassungen für die Jahre 2026/2027 scharf kritisiert. Die Pläne sehen unter anderem Kürzungen auf stark frequentierten Strecken wie der U-Bahn-Linie U7 und der Straßenbahnlinie 25 vor. Pro Bahn argumentiert, dass diese Einschnitte im Widerspruch zum wachsenden Fahrgastaufkommen in der Stadt stehen.

Besonders besorgniserregend findet die Organisation die geplanten Reduzierungen auf zentralen Verkehrsverbindungen. Gleichzeitig betont sie, dass die Nachfrage nach öffentlichem Nahverkehr in München kontinuierlich steige – Kürzungen seien daher kontraproduktiv.

Als Grund für die notwendigen Anpassungen nannte Pro Bahn den angespannten Haushalt der Stadt München. Verantwortlich dafür seien frühere politische Entscheidungen, durch die Gelder in Projekte mit geringem öffentlichem Nutzen flossen.

Die Organisation fordert nun klare finanzielle Zusagen von kommunaler, Landes- und Bundesebene. Mindestens eine inflationsbereinigte, stabile Pro-Kopf-Förderung für den ÖPNV sei erforderlich. Zudem plädiert Pro Bahn für eine effizientere Infrastrukturplanung, um Kosten zu senken und die Servicequalität zu verbessern.

Effizienzgewinne ließen sich etwa durch die Behebung langjähriger Kapazitätsengpässe in Werkstätten und Abstellanlagen erzielen. Solche Maßnahmen könnten Ressourcen freisetzen, ohne die Leistungen für Fahrgäste zu beeinträchtigen. Langfristig strebt Pro Bahn eine Steigerung der ÖPNV-Nutzung und einen beschleunigten Mobilitätswandel in München an.

Die geplanten Fahrplanänderungen stoßen auf massive Kritik. Pro Bahn besteht darauf, dass stabile Finanzierung und bessere Planung unverzichtbar sind, um die wachsende Nachfrage zu bedienen. Ohne diese Voraussetzungen, warnt der Verband, werde das Münchner Nahverkehrssystem die Bedürfnisse der Fahrgäste nicht erfüllen können.

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