Prorussische Hacker legen deutsches Beschaffungsportal mit DDoS-Attacke lahm
Aysel MitschkeProrussische Hacker legen deutsches Beschaffungsportal mit DDoS-Attacke lahm
Eine prorussische Hackergruppe hat mit einem Cyberangriff das Bundesbeschaffungsportal Deutschlands lahmgelegt. Der Angriff erfolgte als Vergeltung für die Lieferung von Patriot-Luftabwehrsystemen an die Ukraine durch das Land. Die Behörden haben die Website inzwischen wiederhergestellt und ermitteln nun wegen des Vorfalls.
Das Bundesinnenministerium bestätigte einen "IT-Sicherheitsvorfall", der das Beschaffungsportal betraf – eine zentrale Plattform für öffentliche Ausschreibungen. Bei dem Angriff handelte es sich um eine DDoS-Attacke, bei der Hacker eine Website mit massivem Datenverkehr überfluten, um sie offline zu nehmen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erkannte den Vorfall an und koordiniert sich mit den Betreibern des Portals.
Die Gruppe hinter dem Angriff ist für weltweite Cyberkampagnen bekannt. Ihre jüngste Welle richtete sich gegen mehrere deutsche Websites, darunter eine bayerische Landesbeschaffungsplattform, die Website des Landtags von Sachsen-Anhalt sowie Polizeiserver in einem anderen Bundesland. Bereits im Juli hatten Sicherheitsbehörden mehrerer Länder, darunter Deutschland, gegen dieselben Hacker Maßnahmen ergriffen.
Laut Angaben der Behörden beschränkten sich die Auswirkungen auf Verfügbarkeitsstörungen, die mittlerweile behoben seien. Es gab keine Datenlecks oder langfristigen Schäden. Das Beschaffungsportal ist nach dem vorübergehenden Ausfall wieder online. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin, bisher gab es jedoch keine weiteren Störungen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Cyberbedrohungen im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen um die militärische Unterstützung für die Ukraine.






