Rechtsgutachten zeigt Lösungswege für Deutschlands stockende Wasserstoff-Wende auf
Mariechen Grein GrothRechtsgutachten zeigt Lösungswege für Deutschlands stockende Wasserstoff-Wende auf
Deutschlands Vorstoß, seine Gasnetze umzubauen und die Wasserstoffproduktion hochzufahren, stockt. Zudem hinkt das Land bei der Umsetzung der EU-Vorgaben zur Wasserstoffverteilung in nationales Recht hinterher. Eine neue Rechtsgutachten soll diese Herausforderungen nun angehen.
Die Thüga Aktiengesellschaft führt das größte Netz kommunaler Energie- und Wasserversorger in Deutschland an. 2023 erzielte die Thüga-Gruppe einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro und zählt damit zu den drei größten Energieanbietern des Landes.
Gemeinsam mit vier Partnern ließ das Unternehmen ein Rechtsgutachten zur Transformation der Gasnetze erstellen. Die Essener Kanzlei Rosin Büdenbender Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die auf Energierecht spezialisiert ist, erarbeitete den Bericht. Die Kanzlei berät Energieunternehmen umfassend in rechtlichen und strategischen Fragen.
Das Gutachten schlägt vor, den bestehenden deutschen Rechtsrahmen präziser auszugestalten, um den Übergang zu erleichtern. Zudem wird ein Weg aufgezeigt, wie H₂-taugliche Investitionskosten innerhalb der aktuellen Regularien berücksichtigt werden können. Die Ergebnisse wurden Abgeordneten von CDU, SPD und FDP sowie Vertretern der zuständigen Bundesministerien präsentiert.
Die vorgeschlagenen Anpassungen könnten die blockierte Umstellung der Gasnetze und den Wasserstoff-Hochlauf in Deutschland wieder in Gang bringen. Das Gutachten bietet einen praxisnahen Ansatz, um nationale Regelungen mit den EU-Anforderungen in Einklang zu bringen. Energieversorger und Politiker haben nun eine klarere Handlungsgrundlage.
