Scalable Capital sammelt 155 Millionen Euro ein – Bewertung explodiert auf 1,5 Milliarden
Cathrin BlümelScalable Capital sammelt 155 Millionen Euro ein – Bewertung explodiert auf 1,5 Milliarden
Die in München ansässige Investmentplattform Scalable Capital hat in ihrer jüngsten Finanzierungsrunde 155 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen, das Privatkunden den Zugang zu Aktien, Fonds und Kryptowährungen ermöglicht, erreicht damit eine Bewertung von 1,5 Milliarden Euro – die höchste in seiner Geschichte. Investoren sehen großes Potenzial in den Plänen, die Präsenz in Europa auszubauen und neue Finanzprodukte zu entwickeln.
Gegründet 2015, hat Scalable Capital durch digitale Anlageangebote für Privatkunden rasant an Bedeutung gewonnen. Die Plattform deckt ein breites Spektrum an Vermögenswerten ab, darunter Aktien, Fonds, Kryptoassets und Private Equity. Bisher hat das Unternehmen insgesamt über 470 Millionen Euro an Investitionen akquiriert.
An der aktuellen Runde beteiligten sich neue Geldgeber wie Sofina und Noteus Partners. Auch bestehende Investoren – darunter Balderton Capital, HV Capital und Tencent – steuerten Mittel bei. Scalable plant, das frische Kapital für den Ausbau der digitalen Plattform und die Einführung weiterer Produkte zu nutzen.
Langfristig strebt das Unternehmen an, die verwalteten Kundengelder von derzeit 30 Milliarden Euro auf über 100 Milliarden Euro innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre zu verdreifachen. Zudem rechnet Scalable bereits ab dem kommenden Jahr mit schwarzer Zahlen. Über das reine Wachstum hinaus will das Unternehmen in Schlüsselmärkte wie Frankreich und Italien expandieren und sich als „europäische Investment-Großmacht“ nach dem Vorbild des US-Brokers Charles Schwab positionieren.
Mit 155 Millionen Euro an neuem Kapital ist Scalable Capital bereit, seine Expansion in die wichtigsten europäischen Märkte zu beschleunigen. Der Fokus auf digitale Anlagelösungen und Profitabilitätsziele unterstreicht den Ehrgeiz, eine führende Finanzplattform zu werden. Sollte dies gelingen, könnte das Vorgehen die Art und Weise verändern, wie Privatkunden in ganz Europa ihr Vermögen verwalten.






