27 June 2026, 16:23

Schärfere Regeln für Schöffen: Wer darf künftig über Schuld und Unschuld entscheiden?

Justizministerium erwägt strengere Regeln für Laienrichter

Schärfere Regeln für Schöffen: Wer darf künftig über Schuld und Unschuld entscheiden?

Das Bundesjustizministerium plant schärfere Überprüfungen für Schöffenbewerber. Die vorgeschlagenen Reformen sollen sicherstellen, dass nur Personen mit einer klaren Bindung an demokratische Werte das Amt ausüben können. Die Initiative hat eine Debatte zwischen den politischen Parteien ausgelöst.

Das Ministerium will das Deutsche Richtergesetz ändern, um Bewerber auszuschließen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung ablehnen. Zu den möglichen Neuerungen gehören schriftliche Loyalitätserklärungen der Kandidaten sowie strengere Hintergrundprüfungen.

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Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, setzt sich für ein bundesweit einheitliches Prüfverfahren ein. Seine Partei schlägt zudem vor, das Bundesamt für Verfassungsschutz in die Überprüfungen einzubinden.

Die AfD lehnt die Pläne ab. Ihr rechtspolitischer Sprecher, Tobias Matthias Peterka, behauptet, die bestehenden Regelungen seien bereits ausreichend. Die Partei argumentiert, die Reformen würden die richterliche Unabhängigkeit untergraben.

Die geplanten Änderungen würden verschärfte Kontrollen für Schöffen einführen. Sollten die Novellen verabschiedet werden, gelten sie für alle künftigen Ernennungen. Die Diskussion zeigt die unterschiedlichen Auffassungen über richterliche Aufsicht und demokratische Sicherungsmechanismen auf.

Quelle