SPD-Kandidat Ralf Hofmann wird neuer Oberbürgermeister von Schweinfurt
Cathrin BlümelSPD-Kandidat Ralf Hofmann wird neuer Oberbürgermeister von Schweinfurt
Ralf Hofmann von der SPD hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Schweinfurt gewonnen. Mit 67,7 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen seinen Konkurrenten Oliver Schulte von der CSU durch. Damit stellt die SPD nach mehr als 30 Jahren erstmals wieder den Oberbürgermeister der Stadt.
Die Wahlbeteiligung lag bei 39,9 Prozent; rund 38.000 Einwohner waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Hofmanns Sieg folgt auf eine erste Runde, in der sieben Kandidaten antraten – darunter Thomas Felsner von der rechtspopulistischen AfD, der den dritten Platz belegte.
Schweinfurt hat in den vergangenen Jahren einen wirtschaftlichen Wandel erlebt. Die Arbeitslosigkeit sank von etwa 4,2 Prozent im Jahr 2021 auf rund 3,1 Prozent im Jahr 2025, angetrieben durch die starke Wälzlagerindustrie der Stadt. Unternehmen wie Schaeffler und SKF profitierten vom Wachstum in der Automobil- und E-Mobilitätsbranche. Der Umstieg auf nachhaltige Technologien führte zudem seit 2021 zu einem Anstieg der Hochtechnologie-Arbeitsplätze um 15 Prozent.
Hofmann wird sein Amt offiziell am 1. Mai antreten und den scheidenden Oberbürgermeister ablösen. Sein Sieg beendet eine lange Phase ohne SPD-Führung in der bayerischen Stadt.
Der neue Oberbürgermeister übernimmt sein Amt in einer Phase wirtschaftlicher Stärke Schweinfurts. Geringere Arbeitslosigkeit und das Wachstum im Hochtechnologiebereich bilden den Rahmen für seine Amtszeit. Hofmanns deutlicher Wahlsieg spiegelt die breite Unterstützung für den Kurs seiner Partei in der Stadt wider.






