22 March 2026, 02:21

Stichwahl in Langenzenn: Ell oder Kimberger – wer führt die Stadt in die Zukunft?

Alte Karte einer Kleinstadt mit einem Fluss, Häusern, Bäumen, Gras und Text auf Papier.

Stichwahl in Langenzenn: Ell oder Kimberger – wer führt die Stadt in die Zukunft?

Langenzenn wählt am 22. März in einer Stichwahl seinen neuen Bürgermeister

Die beiden Kandidaten, Christian Ell (CSU) und Michael Kimberger (Grüne), haben ihre Pläne für die Zukunft der Stadt vorgestellt. Beide setzen Schwerpunkte auf die Belebung der historischen Innenstadt, die Förderung der äußeren Ortsteile und die Sicherung des wirtschaftlichen Wachstums.

In den vergangenen fünf Jahren hat Langenzenn seine wirtschaftliche Bedeutung in der Region Franken weiter ausgebaut. Neue Logistik- und Produktionsbetriebe im Gewerbegebiet haben mehr als 500 Arbeitsplätze geschaffen und die regionale Wertschöpfung um etwa 15 Prozent gesteigert. Nun müssen die Wähler entscheiden, wer die nächste Entwicklungsphase der Stadt gestalten soll.

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Christian Ell: Wirtschaftliche Interessenvertretung im Fokus Ell positioniert sich als starker Fürsprecher der lokalen Wirtschaft. Er will eng mit ansässigen Unternehmen zusammenarbeiten, neue Betriebe anwerben und Langenzenn als wirtschaftlichen Standort stärken. Zu seinen Vorhaben gehören der Erhalt städtischer Immobilien, Investitionen in Wohnraum sowie die Aufwertung der Innenstadt, um alle Altersgruppen anzusprechen.

Zudem setzt er sich für regelmäßige Bürgerversammlungen in den Ortsteilen – mindestens alle zwei Jahre – und finanzielle Unterstützung für bürgerschaftliche Projekte ein. Langfristige Planung sei entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt zu sichern, betont Ell.

Michael Kimberger: Lebendige Innenstadt und Bürgerbeteiligung Kimberger will das Leben zurück in die Stadtmitte bringen. Geplant sind die Verlegung von Volkshochschulkursen in zentrale Räumlichkeiten sowie die Einrichtung von Coworking-Spaces, um neue Unternehmen anzuziehen. Um die Einnahmen zu steigern, strebt er eine engere Zusammenarbeit mit bestehenden Betrieben und die Ansiedlung weiterer Firmen an.

Bereits hat Kimberger Initiativen ergriffen, um Bundesfördergelder für das Hallenbad zu sichern. Er unterstreicht die Bedeutung realistischer Haushaltsplanung und einer ordnungsgemäßen Instandhaltung öffentlicher Einrichtungen. Ähnlich wie sein Kontrahent spricht er sich für eine stärkere Einbindung der Ortsteile aus und schlägt häufige Bürgerforen vor, um den Dialog vor Ort zu fördern.

Gemeinsame Ziele, unterschiedliche Schwerpunkte Beide Kandidaten sind sich in zentralen Punkten einig: die Aufwertung der Altstadt, die Stärkung der Ortsteile und die Steuerung großer Vorhaben. Doch während Ell die wirtschaftliche Interessenvertretung betont, setzt Kimberger auf bürgernahen Strukturwandel und Infrastrukturprojekte.

Die Stichwahl wird zeigen, wer Langenzenns Balanceakt zwischen Wachstum und Lebensqualität führen wird. Der künftige Bürgermeister übernimmt Verantwortung für zentrale Projekte – vom Hallenbad bis zur Wirtschaftsentwicklung. Mit klaren, aber unterschiedlichen Visionen liegt es nun an den Wählern, die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.

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