Streit um Solinger Theater: Ökologie, Kosten und politische Agenden entfachen Debatte
Aysel MitschkeStreit um Solinger Theater: Ökologie, Kosten und politische Agenden entfachen Debatte
Die politische Debatte um das Solinger Theater- und Konzerthaus nimmt an Fahrt auf. Die Ratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer aktuellen Szenariostudie zur Zukunft des Gebäudes geübt. Die Gruppe wirft dem Bericht vor, fehlerhaft und nicht neutral erstellt worden zu sein.
SG_zukunft bemängelt insbesondere, dass zentrale ökologische Aspekte unberücksichtigt blieben – darunter der graue Energiegehalt des Bauwerks sowie ein vorhandener unterirdischer Bunker. Zudem behauptet die Fraktion, die Studie sei mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden, was ihre Glaubwürdigkeit untergrabe.
Die Gruppe lehnt einen Abriss des bestehenden Hauses weiterhin entschieden ab. Stattdessen stellt sie die Sinnhaftigkeit eines Neubaus für eine Feuerwehr- und Rettungswache infrage. Befürchtet werden negative Auswirkungen auf den Verkehr durch ein solches Vorhaben. Auch die Kostenschätzungen für öffentliche Projekte stehen in der Kritik – als abschreckendes Beispiel wird die Feuerwehrwache in Ohligs genannt.
In den kommenden Tagen werden die politischen Gremien der Stadt über die Zukunft des Gebäudes beraten. SG_zukunft betont nach wie vor, dass der kulturelle Wert nicht allein an wirtschaftlichen Faktoren gemessen werden dürfe.
Die Zweifel der Fraktion an der Studie und den Abrissplänen dürften die Diskussion weiter anheizen. Die Beratungen in den politischen Ausschüssen werden die nächsten Schritte für das Theater- und Konzerthaus bestimmen – und damit entscheiden, ob die aktuellen Pläne vorankommen oder überarbeitet werden müssen.
