23 March 2026, 12:28

Telekom-Chef Diehl setzt auf Glasfaser – doch der DSL-Aus bleibt vorerst Zukunftsmusik

Plakat, das das Affordable Connectivity Program bewirbt, mit Text, der besagt, dass über 15 Millionen Haushalte eingeschrieben sind, um bei High-Speed-Internet zu sparen, und einem Logo.

Telekom-Chef Diehl setzt auf Glasfaser – doch der DSL-Aus bleibt vorerst Zukunftsmusik

Rodrigo Diehl, der neue Chef von Telekom Deutschland, hat die Pläne des Unternehmens für den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes skizziert. In einer Stellungnahme zur Rolle der Telekom in der Branche betonte er die Notwendigkeit einer schnelleren Umsetzung und niedrigerer Kosten, bevor ältere Technologien wie DSL schrittweise abgebaut werden können. Dabei ging er auch auf die Zusammenarbeit innerhalb von Buglas ein, dem deutschen Glasfaser-Industrieverband, dem die Telekom seit etwas mehr als einem Jahr angehört.

Diehl machte deutlich, dass Glasfaser die Zukunft der Internetinfrastruktur sei. Kabelanschlüsse kritisierte er als veraltet – unter anderem wegen Latenzproblemen und begrenzter Automatisierungsmöglichkeiten. Zwar strebt die Telekom langfristig den Ersatz von DSL an, doch warnte er, dass zunächst die Kosten sinken und die Ausbaugeschwindigkeiten steigen müssten, bevor ein Abschaltplan realistischerweise in Betracht gezogen werden könne.

Aktuell verlegt das Unternehmen jährlich rund 2,5 Millionen Glasfaseranschlüsse bis in die Wohnung (FTTH). Bis 2030 sollen 25 Millionen Haushalte in ganz Deutschland erreicht werden. Diehl hob zudem die Kooperation mit Wettbewerbern hervor: Jedes dritte neue FTTH-Projekt entstehe mit Beteiligung der Telekom, und weitere groß angelegte Partnerschaften seien zu erwarten.

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Zur Rolle der Telekom in Buglas wies Diehl Vorwürfe zurück, das Unternehmen dominiere den Verband. Vielmehr beschrieb er die Gruppe als Plattform für einen fairen Austausch und die gemeinsame Entwicklung von Ideen auf Augenhöhe. An potenzielle Partner richtete er eine klare Botschaft: Die Telekom stehe Kooperationen offen gegenüber, doch müssten die Konditionen ihrer Position als großer Netzbetreiber Rechnung tragen.

Der Glasfaserausbau der Deutschen Telekom schreitet voran – Millionen neuer Anschlüsse kommen jährlich hinzu. Das langfristige Ziel bleibt eine vollständige Abdeckung in Deutschland, auch wenn Herausforderungen wie Kosten und Ausbaugeschwindigkeit weiterhin bestehen. DSL und Kabel werden vorerst weiter genutzt, doch Diehls Vision lässt keinen Zweifel: Die Zukunft gehört der Glasfaser.

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