28 April 2026, 04:35

Urteil im brutalen Raubfall: Dating-Apps als Lockmittel für Angriffe auf Schwule

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Vergewaltigung ist nicht in Ordnung: Sexualisierte Gewalt ist ein ernsthaftes Problem" auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schwarzen Rand.

Urteil im brutalen Raubfall: Dating-Apps als Lockmittel für Angriffe auf Schwule

Am Dienstag um 9:00 Uhr wird das Landgericht Frankfurt (Oder) sein Urteil verkünden. Sechs Angeklagte müssen sich wegen einer Serie gewaltsamer Raubüberfälle auf schwule Männer verantworten, die über Dating-Apps organisiert wurden. Der Fall hat aufgrund der Brutalität der Taten und des jungen Alters der Beteiligten besondere Aufmerksamkeit erregt.

Die Gruppe, bestehend aus drei jungen Erwachsenen und drei Jugendlichen, wird der schweren räuberischen Erpressung beschuldigt. Laut Staatsanwaltschaft erstellten sie gefälschte Profile, um ihre Opfer an abgelegene Orte zu locken, sie dort zu überfallen, auszurauben und zu misshandeln. Den Angeklagten wird zudem vorgeworfen, ihre Angriffe systematisch aufgezeichnet zu haben.

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Große Teile des Prozesses fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Angeklagten minderjährig sind. Die Urteilsverkündung erfolgt jedoch in einer öffentlichen Sitzung. Die Ermittler bestätigten, dass es keine Hinweise auf eine organisierte kriminelle Vereinigung oder politische Motive hinter den Taten gibt.

Mit der Entscheidung des Gerichts endet ein Prozess, der sich mit monatelangen gewalttätigen Straftaten befasst hat. Das Urteil wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Beschuldigten entscheiden. Der Fall wirft zudem Fragen zu gezielten Angriffen auf, die über Online-Plattformen ermöglicht werden.

Quelle