Verteidigungsexperten fordern Pistorius: Neue Raketenstrategie bis 2029
Mariechen Grein GrothVerteidigungsexperten fordern Pistorius: Neue Raketenstrategie bis 2029
Deutsche Verteidigungsexperten drängen auf rasches Handeln nach der Absage der Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern. Thomas Erndl und Siemtje Möller haben Verteidigungsminister Boris Pistorius aufgefordert, bis 2029 eine klare Strategie vorzulegen. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen steht die Stärkung der deutschen Abschreckungsfähigkeit durch neue Raketensysteme.
Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, bestand auf einen Aktionsplan 2029, um eine glaubwürdige Abschreckung aufzubauen. Er betonte, Deutschland müsse zügig die Lücke schließen, die durch den Verzicht auf die Tomahawk-Pläne entstanden sei. Erndl forderte Pistorius zudem auf, innovative Vorschläge junger deutscher Unternehmen zu prüfen, die auf Marschflugkörper-Technologie spezialisiert sind.
Siemtje Möller von der SPD unterstützte den Appell für schnellere Fortschritte. Sie schlug vor, die europäische Raketenproduktion durch die Nutzung bestehender industrieller und technischer Kapazitäten auszubauen. Möller regte außerdem eine Zusammenarbeit mit der Ukraine an, um deren FP-5-Flamingo-Marschflugkörpersystem weiterzuentwickeln – mit dem Ziel, die Modernisierung der deutschen Verteidigung zu beschleunigen.
Der Druck auf Pistorius wächst, da Abgeordnete konkrete Schritte zur Ersetzung des Tomahawk-Programms einfordern. Sowohl Erndl als auch Möller setzen auf eine Kombination aus heimischer Innovation und internationaler Kooperation. Das Ziel: eine stärkere, eigenständige Raketenfähigkeit Deutschlands innerhalb der nächsten fünf Jahre.






