18 April 2026, 22:24

Vom "Schwestern"-Duo zum erbitterten Streit: Geld und Macht zerbrechen eine Künstlerinnen-Freundschaft

Zwei Personen in einer hitzigen Diskussion, eine mit erhobenem Arm und die andere in einer defensiven Haltung, unter der Überschrift "Der Kampf um das Urheberrecht" vor einem tiefblauen sternenklaren Hintergrund.

Vom "Schwestern"-Duo zum erbitterten Streit: Geld und Macht zerbrechen eine Künstlerinnen-Freundschaft

Ein erbitterter Streit ist zwischen der belarussischen Produzentin Hanna Nawizkaja und der Künstlerin Walerija Jaskewitsch ausgebrochen – zwei Frauen, die einst als enge Weggefährtinnen galten und sich selbst als "Schwestern" bezeichneten. Nun liefern sie sich einen öffentlichen Konflikt um Geld, künstlerische Kontrolle und ihre zerrüttete Beziehung.

Die beiden lernten sich kennen, als Jaskewitsch 17 Jahre alt war. Nawizkaja half ihr damals, ein Studium an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste aufzunehmen. Im Laufe der Jahre investierte Nawizkaja über 20.000 Dollar ihres eigenen Geldes, um Jaskewitschs Musik zu fördern – noch bevor diese regelmäßige Einnahmen erzielte. Trotz ihrer engen Verbindung schlossen sie nie einen vertraglichen Partnerschaftsvertrag ab, sondern ließen ihre Werke stattdessen als gleichberechtigte Urheberinnen eintragen.

Jaskewitsch schlug später eine radikale Änderung ihrer Zusammenarbeit vor: Sie forderte die vollständigen Einnahmen im Voraus sowie die alleinige Kontrolle über das Management. Nawizkaja lehnte ab und bot stattdessen eine professionelle Mediation an, um ihre Differenzen beizulegen. Jaskewitsch lehnte das Angebot ab.

Der Konflikt spitzte sich weiter zu, als Jaskewitsch sämtliche ihre Musikstücke löschte und behauptete, sie müsse sich von Nawizkaja befreien. Zudem wies sie die Vorstellung einer "vom Tellerwäscher zur Millionärin"-Geschichte zurück und betonte, sie sei bereits eine etablierte Künstlerin mit einer eigenen Fangemeinde gewesen, als sie sich kennenlernten. Jaskewitsch räumte ein, dass sie den Wert der Freundschaft nur dann sah, wenn sie finanziell davon profitieren könne.

Ihre berufliche und private Entfremdung vertiefte sich nach Beginn des russischen Krieges in der Ukraine. Während Jaskewitsch nach Warschau zog, blieb Nawizkaja in Belarus. Die Produzentin schilderte kürzlich in einem öffentlichen Video ihre Sicht der Dinge und machte die Gräben zwischen ihnen noch deutlicher.

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Aus der einst engen Partnerschaft sind nun gelöschte Musik, öffentliche Vorwürfe und eine zerrüttete Beziehung geworden. Nawizkajas finanzielle Investitionen und Jaskewitschs Forderungen nach voller Kontrolle markieren die zentralen Streitpunkte in diesem ungelösten Konflikt. Beide Frauen leben inzwischen in getrennten Ländern – ohne Anzeichen einer Versöhnung.

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