Wasserstoffkraftwerk in Zolling soll Kohleausstieg beschleunigen und Stromnetz stabilisieren
Mariechen Grein GrothWasserstoffkraftwerk in Zolling soll Kohleausstieg beschleunigen und Stromnetz stabilisieren
Im Energiepark Zolling soll ein neues wasserstofftaugliches Kraftwerk das stillgelegte Kohleblock ersetzen. Die bayerische Landesregierung und die Onyx Germany GmbH haben eine Vereinbarung zur Entwicklung der Anlage unterzeichnet, um die langfristige Energieversorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten. Der Schritt folgt auf die Abschaltung des Kohlekraftwerksbetriebs am Standort Anfang dieses Jahres.
Block 5 des Kohlekraftwerks Zolling stellte im Februar 2025 den kommerziellen Betrieb ein. Allerdings bleibt er bis März 2031 als Teil der Netzreserve in Bereitschaft. Der Umstieg auf eine sauberere Energiequelle ist Teil der Bestrebungen Bayerns, seine Strominfrastruktur zu modernisieren.
Nach dem kürzlich verabschiedeten Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG) wird die Bundesregierung im kommenden Jahr Ausschreibungen für 11 Gigawatt steuerbare Energiekapazitäten durchführen. Das im Mai beschlossene Gesetz sieht zudem die Einführung eines Kapazitätsmarktes vor, um ab 2031 eine zuverlässige Stromversorgung zu sichern. Eine zentrale Auflage ist, dass die ausgeschriebenen Projekte – oder deren Hauptkomponenten – innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums produziert werden müssen, um die Versorgungssicherheit zu stärken.
Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger betonte die Notwendigkeit neuer Gaskraftwerke, um eine bezahlbare und stabile Energieversorgung zu gewährleisten. Das geplante wasserstofffähige Kraftwerk soll helfen, die Nachfrage bei geringer erneuerbarer Einspeisung auszugleichen und Spitzenlasten in Südbayern zu bewältigen.
Der Standort Zolling wird auch über 2031 hinaus mit der neuen wasserstofftauglichen Anlage in Betrieb bleiben. Das Projekt ist Teil der umfassenden Bemühungen, die Energieversorgungsresilienz Bayerns zu stärken und die Abhängigkeit von Kohle zu verringern. Nach seiner Fertigstellung wird das Kraftwerk eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung des regionalen Netzes in Zeiten hoher Nachfrage spielen.






