Woltemade wechselt für 85 Millionen zu Newcastle – und löst Bayern-Drama aus
Hermann KreuselWoltemade wechselt für 85 Millionen zu Newcastle – und löst Bayern-Drama aus
Nick Woltemade wechselt für 85 Millionen Euro von VfB Stuttgart zu Newcastle United. Der Transfer folgt auf eine Reihe gescheiterter Angebote des FC Bayern München, der den Mittelfeldspieler wochenlang umworben hatte. Unterdessen ist ein öffentlicher Streit zwischen Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß und dem früheren Nationalmannschaftskapitän Lothar Matthäus über die Bewertung und Zukunft des Spielers entbrannt.
Der FC Bayern hatte mehrere Angebote für Woltemade vorgelegt, die Stuttgart allesamt ablehnte. Das höchste Gebot soll bei 60 Millionen Euro gelegen haben – eine Summe, die Matthäus später als viel zu niedrig zurückwies. Er argumentierte, der tatsächliche Marktwert des Spielers liege mittlerweile bei mindestens 100 Millionen Euro, und verwies dabei auf dessen starke Leistungen für Newcastle und die deutsche Nationalmannschaft.
Matthäus äußerte zudem, falls Woltemade nun einen Wechsel erzwingen würde, könnte sein Preis sogar in den dreistelligen Millionenbereich steigen. Gleichzeitig riet er dem Mittelfeldspieler, vorerst bei Newcastle zu bleiben, bevor er über einen weiteren Wechsel nachdenke. Seine Aussagen provozierten eine scharfe Reaktion von Hoeneß, der Matthäus in der Sendung Doppelpass auf Sport1 vorwarf, "nicht mehr alle Tassen im Schrank" zu haben.
Hoeneß blieb später bei seiner Aussage und zog sie nicht zurück. Der Wortwechsel hat dem ohnehin schon spektakulären Transferdrama eine weitere dramatische Wendung verliehen, das schließlich mit Woltemades hochkarätigem Wechsel in die Premier League endete.
Der Transfer zu Newcastle United zählt zu den teuersten Geschäften des Sommers. Der Disput zwischen Hoeneß und Matthäus zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen über Woltemades Wert und Zukunft ausfallen. Zunächst wird der 24-Jährige seine Karriere in England fortsetzen – sein nächster Schritt dürfte dann noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.






