"Zwei Hasen jagen": Eine schwungvolle Musical-Farse erobert Nischni Nowgorod
Cathrin Blümel"Zwei Hasen jagen": Eine schwungvolle Musical-Farse erobert Nischni Nowgorod
Theater Komedia in Nischni Nowgorod bringt mit Zwei Hasen jagen eine schwungvolle Musical-Farse auf die Bühne
Zum Saisonfinale am 2. Juli inszeniert das Theater Komedia in Nischni Nowgorod die lebhafte Musical-Farse Zwei Hasen jagen. Regisseurin Anna Feketa verleiht der klassischen Geschichte einen frischen Anstrich: Die Handlung verlegt sie vom ursprünglichen Kiew ins Odessa der 1920er-Jahre und statten den Schluss mit einer modernen Wendung aus. Die Produktion vereint Humor, Ironie und bekannte Lieder zu einem mitreißenden Bühnenerlebnis.
Im Mittelpunkt steht Pronja, eine naive, aber hoffnungsvolle junge Frau, gespielt von Polina Loboda. Ihr Weg von der Träumerin zu einer Frau, die im Hier und Jetzt ihr Glück findet, bildet das Herzstück der Erzählung. An ihrer Seite agiert Swirid Petrowitsch Golochwastow, ein schlauer Schurke, den Maksim Michaljow mit viel Charme verkörpert. Ihre verwickelten Intrigen sorgen für reichlich Komik.
Die Inszenierung flicht bekannte, volksmusikinspirierte Lieder wie Bubliki und Alles, was war ein, die eng mit der Handlung verwoben sind. Mittendrin sticht Olga Konowalowas Khimka als einzige Figur mit klarem Verstand hervor – ihre scharfsinnigen Beobachtungen bringen zusätzliche Tiefe in das Chaos. Ein Höhepunkt ist die parodistische Darstellung einer prunkvollen Hochzeit im Hause Silberman, die den übertriebenen Charme der Farse unterstreicht.
Anders als die sowjetische Verfilmung steht diese Bühnenadaption für sich. Feketa, die auch die Choreografie übernahm, lässt die Geschichte mit Schwung und Esprit ablaufen. Trotz aller Illusionen der Figuren und der Erwartungen des Publikums endet das Stück mit einem rundum glücklichen Finale.
Das Musical verbindet Humor, Musik und eine neu interpretierte Kulisse zu einem unterhaltsamen Abend. Mit einer Mischung aus klassischen Melodien und frischer Erzählweise bietet die Produktion eine verspielte, aber dennoch bedeutungsvolle Neuinterpretation der Vorlage. Die letzte Vorstellung am 2. Juli setzt einen glanzvollen Schlusspunkt unter die Theatersaison.






