100 Fälle von Geldverschwendung: Wie Franken die Steuerzahler belastet
Mariechen Grein Groth100 Fälle von Geldverschwendung: Wie Franken die Steuerzahler belastet
Ein neuer Bericht des Bundes der Steuerzahler deckt 100 Fälle mutmaßlicher Geldverschwendung in ganz Deutschland auf. Vier dieser Fälle stammen aus Franken, wo Kostenexplosionen und Planungsfehler zu erheblichen Mehrbelastungen geführt haben. Ein besonders eklatantes Beispiel ist die Sanierung des Friedrichsforums in Bayreuth, dessen Budget von ursprünglich 56 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro anschwoll.
Beim Friedrichsforum-Projekt in Bayreuth verdoppelten sich die Kosten nahezu aufgrund unvorhergesehener Ausgaben. Ursprünglich mit 56 Millionen Euro veranschlagt, stieg die Endsumme auf 110 Millionen Euro an. Der Bund der Steuerzahler führte dies in seinem aktuellen "Schwarzbuch" als einen von mehreren besorgniserregenden Fällen auf.
Auch eine Buswendeschleife in Ochsenfurt (Landkreis Würzburg) sorgte für teure Verzögerungen. Die Schleife war zu schmal für neuere, längere Busse gebaut worden, sodass eine Nachbesserung in Höhe von 23.747,34 Euro nötig wurde. Das ursprüngliche Projekt zur Barrierefreiheit war vor den Anpassungen im November 2024 auf rund 450.000 Euro geschätzt worden.
In Aschaffenburg schlug die Installation eines Aufzugs mit stolzen 3,18 Millionen Euro zu Buche. Ein weiteres Projekt im Landkreis Hof bezeichnete der Bund der Steuerzahler als "finanzielles Abenteuer", ohne dass zunächst nähere Details genannt wurden.
Der Bericht zeigt, wie sich in Franken immer wieder Kostenüberschreitungen und Planungsmängel häufen. Projekte wie die Sanierung des Friedrichsforums oder die Buswendeschleife in Ochsenfurt haben die Steuerzahler weit mehr gekostet als ursprünglich veranschlagt. Der Bund der Steuerzahler fordert weiterhin mehr Transparenz und Verantwortung bei der Verwendung öffentlicher Mittel.






