27 March 2026, 12:32

15. Inklusionsforum in Regensburg diskutiert Flucht, Migration und Behinderung als gemeinsame Herausforderung

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

15. Inklusionsforum in Regensburg diskutiert Flucht, Migration und Behinderung als gemeinsame Herausforderung

15. Inklusionsforum: Flucht. Migration. Behinderung

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Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum unter dem Titel Flucht. Migration. Behinderung statt. Die Veranstaltung brachte Fachleute zusammen, um sich mit den besonderen Bedürfnissen von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen auseinanderzusetzen. Rund 35 Expertinnen und Experten aus verschiedenen Einrichtungen diskutierten über drängende Herausforderungen und praktische Lösungsansätze.

Landrätin Tanja Schweiger eröffnete das Forum und betonte die Bedeutung starker Netzwerke für die lokale Entwicklung. Sie unterstrich, dass die Zusammenarbeit zwischen Organisationen entscheidend sei, um die Unterstützung für vulnerable Gruppen zu verbessern.

Thematisch deckte das Forum zentrale Aspekte ab, darunter Hürden auf dem Arbeitsmarkt und die Rolle der Sprachmittlung. Zudem wurde die anstehende EU-GEAS-Reform erörtert, die durch verpflichtende Registrierung und beschleunigte Verfahren an den Außengrenzen Asylprozesse vereinheitlichen soll. Konkrete Maßnahmen aus der Reform sind in anderen EU-Ländern jedoch noch nicht umgesetzt – die Änderungen treten erst im Juni 2026 in Kraft. Deutschland etwa verabschiedete zwar am 27. Februar 2026 das GEAS-Anpassungsgesetz, doch die nationale Umsetzung läuft noch.

Die Veranstaltung bot eine Plattform, um Fachwissen zu migrationspolitischen Ansätzen mit Inklusionsperspektive auszutauschen. Während die GEAS-Reform EU-weite Standards setzt, bleibt ihre praktische Wirkung abzuwarten. Lokale Initiativen wie die in Regensburg diskutierten werden indes weiterhin die Unterstützungssysteme für geflüchtete und migrierte Menschen mit Behinderungen prägen.

Quelle