Telefónica festigt Platz 3 im deutschen Mobilfunkmarkt trotz Kundenrückgangs
Aysel MitschkeTelefónica festigt Platz 3 im deutschen Mobilfunkmarkt trotz Kundenrückgangs
Telefónica festigt Position als einer der Top-3-Mobilfunkanbieter in Deutschland
In den vergangenen fünf Jahren hat Telefónica seine Stellung als einer der drei führenden Mobilfunkanbieter Deutschlands weiter ausgebaut. Das Unternehmen versorgt derzeit 35,2 Millionen Kunden – trotz eines jüngsten Rückgangs der Nutzerzahlen. Die jüngsten Finanzdaten und Netzwerkmodernisierungen unterstreichen den Kurs auf stärkeres Wachstum im größten Telekommunikationsmarkt Europas.
Der neue Vorstandsvorsitzende Marc Murtra hat eine überarbeitete Strategie vorgelegt, um die Geschäftsabläufe zu straffen und die Expansion voranzutreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei Schlüsselmärkte wie Deutschland, wo Telefónica seine Infrastruktur und Marktposition ausbauen will.
Aufstieg durch Übernahme: Vom vierten Platz an die Spitze Telefónicas Erfolg in Deutschland begann 2014 mit der Übernahme von E-Plus. Seither kletterte das Unternehmen von Platz vier auf und zählt heute zu den führenden Anbietern des Landes. Stand Februar 2026 zählte Telefónica 35,2 Millionen Mobilfunkkunden – ein Rückgang um 21,8 % im Jahresvergleich, während Machine-to-Machine-(M2M)-Verbindungen um 33,3 % zulegten. Der Umsatz mit Dienstleistungen im dritten Quartal 2024 stieg auf rund 1,42 Milliarden Euro (plus 4,4 %) und verzeichnete damit das stärkste Wachstum unter den Wettbewerbern.
Auch die Netzqualität hat sich verbessert: Im Connect-Test 2025 belegte Telefónica den zweiten Platz in Deutschland. Investitionen in die Infrastruktur – etwa der Start des weltweit ersten 5G-Cloud-Kerns im März 2026 – trieben die Leistung voran. Allerdings entwickelt sich das Wachstum im Festnetzbereich langsamer als erwartet.
"Transformieren und Wachsen": Murtra setzt auf Effizienz Auf dem jüngsten Capital Markets Day stellte CEO Murtra seine Strategie "Transform and Grow" (Transformieren und Wachsen) vor. Deutschland gelte als zentraler Markt, der Veränderungen erfordere, so Murtra – ohne jedoch konkrete Maßnahmen zu nennen. Geplant sind eine Vereinfachung des Geschäftsmodells und möglicherweise die Zentralisierung von Netzwerk- und Betriebsprozessen in Spanien. Gerüchte über eine Kooperation mit 1&1 oder den Kauf der verbleibenden spanischen Vermögenswerte von Vodafone wies das Unternehmen zurück.
Die Entscheidung über einen neuen Chef für Telefónica Deutschland liegt nun beim Aufsichtsrat der Telefónica AG in München. Derweil wächst der europäische Telekommunikationsmarkt – mit 38 Anbietern – voraussichtlich bis 2028 jährlich um 1,5 %. Deutschland bleibt Telefónicas größter europäischer Markt, während das Vereinigte Königreich im Geschäftskundensegment führt.
Langfristige Ambitionen: Telefónica will Europas Telekom-Riese werden Die Fokussierung auf Deutschland spiegelt Telefónicas ehrgeiziges Ziel wider, zu den führenden Telekommunikationsunternehmen Europas aufzusteigen. Mit aktuellen Investitionen und strategischen Weichenstellungen strebt das Unternehmen nachhaltiges Wachstum in einem hart umkämpften Markt an. Angesichts laufender Modernisierungen und eines schlankeren Betriebsmodells wird seine Performance in Deutschland in den kommenden Jahren genau beobachtet werden.






