17 March 2026, 00:25

50 Jahre später: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug zurück – mit Entschädigung

Ein Plakat mit einer Frau in traditioneller bayrischer Tracht, die zwei Bier-füllte Krüge hält, mit Text und einem weißen Hintergrund.

50 Jahre später: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug zurück – mit Entschädigung

Ein Tourist hat fast 50 Jahre nach dem Mitnehmen einen Bierkrug an Münchens Hofbräuhaus zurückgegeben. Der englischsprachige Besucher schickte den Maßkrug zusammen mit 20 Euro als Entschädigung zurück. Der Vorfall reiht sich in zahlreiche Fälle ein, bei denen gestohlene Krüge Jahrzehnte später wieder auftauchen.

Die Geschichte begann im Jahr 1976, als der Tourist nach einem feuchtfröhlichen Abend das Hofbräuhaus mit dem Krug verließ. Am nächsten Morgen entdeckte er ihn in seinem Hotelzimmer. Jahrzehnte vergingen, bis er sich entschied, ihn zurückzugeben.

Erst kürzlich informierte sich der Tourist auf der Website des Hofbräuhauses über den aktuellen Preis eines Maßkrugs. Daraufhin schickte er den Krug mit 20 Euro als Wiedergutmachung zurück. Das Wirtshaus führt zwar keine Statistik über verschwundene Krüge, doch solche Rückgaben kommen drei- bis viermal pro Jahr vor.

In den letzten fünf Jahren wurden etwa 1.200 gestohlene Krüge zurückgegeben oder ersetzt. Davon stammten rund 850 aus dem Hofbräuhaus am Platzl, während 350 zu anderen Münchner Brauereien wie Augustiner oder Paulaner gehörten. Ein besonders bemerkenswerter Fall betraf eine Amerikanerin, die 2020 einen Krug an die Platzl-Bierhalle zurückgab – 55 Jahre, nachdem sie ihn an sich genommen hatte.

Um solche Vorfälle künftig zu verhindern, postiert das Hofbräuhaus mittlerweile Sicherheitspersonal am Ausgang. Die 20 Euro aus dieser Rückgabe fließen in die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftige Kinder unterstützt.

Der zurückgegebene Krug gesellt sich zu Hunderten anderen, die im Laufe der Jahre ihren Weg zurückfanden. Das Hofbräuhaus erhält nach wie vor gelegentlich Briefe mit Geld oder Krügen von ehemaligen Gästen. Diesmal kommt die Spende über eine Münchner Wohltätigkeitsorganisation lokalen Kindern zugute.

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