17 March 2026, 10:24

Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um das Bürgermeisteramt

Metallschild an einer Gebäudeseite mit schwarzem Hintergrund und weißer fettgedruckter Schrift, die den Text 'Gemeindegrenze Edm Smithwick Bürgermeister' enthält.

Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um das Bürgermeisteramt

Wilhermsdorf wählt am 22. März 2026 in einer Stichwahl den neuen Bürgermeister

Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden sich zwischen zwei Kandidatinnen: Patrizia Fierus (CSU) und Alexandra Zipfel (Freie Wähler). Beide haben nun in Antwort auf vier zentrale Fragen ihre Vorstellungen für die Zukunft der Gemeinde dargelegt.

Die Schwerpunkte ihrer Pläne liegen auf der Schulentwicklung, dem Ausbau der Kinderbetreuung, der Belebung der Innenstadt und der Finanzstrategie. Dabei zeigen sich unterschiedliche Ansätze, wie Wilhermsdorf in den kommenden Jahren gestaltet werden soll.

Patrizia Fierus hat einen detaillierten Fahrplan für das Wachstum der Gemeinde vorgelegt. Zu ihren zentralen Projekten zählen der Neubau einer Grundschule, die Erschließung des Wohn- und Gewerbegebiets "West" sowie die Fertigstellung des Bürgerzentrums. Zudem will sie die Attraktivität Wilhermsdorfs als lebenswerten Wohnort erhalten.

Beim Ausbau der Ganztagesbetreuung setzt Fierus auf die Nutzung bestehender Angebote, die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten und die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden für gemeinsame Lösungen. Finanzpolitisch priorisiert sie klare Schwerpunkte, die Akquise externer Fördermittel und eine langfristige Projektplanung. Für die Innenstadt schlägt sie ein strukturiertes Verkehrskonzept, die Einbindung lokaler Unternehmen sowie Unterstützung für Eigentümer durch Fassadenzuschüsse und Städtebauförderung vor.

Alexandra Zipfel konzentriert sich in ihrer Vision auf große Infrastruktur- und Gemeinschaftsprojekte. Dazu gehören der Bau einer neuen Grundschule, die Vollendung des Bürgerzentrums und ein langfristiges Konzept für das Hallenbad. Zudem möchte sie der Innenstadt neuen Schwung verleihen und Vereine stärker fördern.

Im Bereich Kinderbetreuung strebt Zipfel die Finalisierung der Pläne für die neue Grundschule an, will alle verfügbaren Fördermittel ausschöpfen und ein Raumkonzept für die weiterführende Schule erarbeiten. Ihre Finanzstrategie basiert auf haushälterischem Umgang mit Mitteln, Kosten-Nutzen-Analysen und der Zusammenarbeit mit anderen Kommunen. Für die Innenstadt sieht sie eine einladende Gestaltung mit Fahrradstellplätzen, Ruhezonen und Anreizen für die Nachnutzung leerstehender Gebäude vor.

Keine der Kandidatinnen legte Daten zur Qualität der Schulgebäude oder zu Herausforderungen vergangener Projekte der letzten fünf Jahre vor.

Die Stichwahl am 22. März 2026 wird entscheiden, welche Pläne umgesetzt werden. Sowohl Fierus als auch Zipfel haben konkrete Vorschläge für Schulen, Kinderbetreuung, Stadtentwicklung und Finanzen vorgelegt. Die nächste Bürgermeisterin wird die Weichen für Wilhermsdorfs Zukunft in diesen zentralen Bereichen stellen.

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