08 June 2026, 06:17

600 Jahre Tradition: Bayern ehrt seine Feldgeschworenen mit neuem Denkmal

600 Jahre Siebener: Langenzenn feiert eine besondere Ehrenrolle

600 Jahre Tradition: Bayern ehrt seine Feldgeschworenen mit neuem Denkmal

Eine 600 Jahre alte bayerische Tradition wurde mit einem neuen Denkmal und einem großen Treffen geehrt. Die Feldgeschworenen, auch Siebener genannt, sind ehrenamtliche Helfer, die Grundstücksgrenzen schützen und bei Vermessungen unterstützen. Ihre langjährige Rolle wurde kürzlich in Horbach gefeiert – ein historischer Meilenstein und zugleich ein Jahrzehnt, seit ihre Arbeit als Teil des deutschen Kulturerbes anerkannt wurde.

Die Tradition der Feldgeschworenen reicht bis ins Jahr 1426 zurück, als in Langenzenn erstmals ihre Tätigkeit dokumentiert wurde. Die auf Lebenszeit berufenen Freiwilligen handeln nach den Prinzipien der Gerechtigkeit, Verschwiegenheit und Sorgfalt. Ihre Aufgaben helfen, Nachbarschaftsstreitigkeiten zu vermeiden und den lokalen Frieden zu wahren.

Hunderte Feldgeschworene trafen sich in Horbach, um das 600-jährige Bestehen der Tradition zu feiern. Gleichzeitig jährte sich zum zehnten Mal die Aufnahme in die Bundesweite Liste des immateriellen Kulturerbes im Jahr 2016. Während der Feierlichkeiten wurde ein zwei Meter hoher Granitstein enthüllt – eine Spende der ortsansässigen Steinmetze Kai und Oliver Vogel.

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Ehemals eine rein männliche Domäne, zählen heute auch Frauen zu den Feldgeschworenen. Rund 25.000 Menschen üben dieses Amt in Bayern aus, viele davon in Franken. Die Siebener unterstützen nach wie vor Vermessungsämter, klären Grenzfragen und sorgen so für Klarheit und friedliches Miteinander in ihren Gemeinden.

Das neue Denkmal in Langenzenn steht als Symbol für den unermüdlichen Einsatz der Feldgeschworenen. Ihre Arbeit bleibt unverzichtbar, um Grundstücksstreitigkeiten beizulegen und das Vertrauen unter Nachbarn zu stärken. Die Feier in Horbach unterstrich sowohl ihre historischen Wurzeln als auch ihre fortwährende Bedeutung im modernen Bayern.

Quelle